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Medizin von A bis Z: A

Überdruckkammer

Luftdichter Raum, in dem der Druck um das Drei- bis Sechsfache erhöht wird. In diesen Kammern werden Taucher, die aus großer Tiefe zu rasch aufgetaucht sind, langsam wieder an die Druckverhältnisse über dem Meeresspiegel gewöhnt (Taucherkrankheit). Solche Kammern eignen sich auch zur Behandlung mit bestimmten Gasen, z.B. hilft eine Sauerstoffüberdrucktherapie bei Herzinfarkt, schwere Verbrennungen und Kohlendioxidvergiftung und Zyanidvergiftung.



Überempfindlichkeit (Hypersensibilität)

  • Übersteigerte Empfindlichkeit auf Sinnesreize wie Berührung, Klang oder Licht, die dadurch als Schmerzen wahrgenommen werden (Hyperästhesie, Hyperalgesie).
  • Übersteigerte Reaktion des Körpers, z.B. bei Allergien. Hier reagiert das Immunsystem übersteigert auf einen an sich harmlosen Fremdkörper wie Pollen oder Hausstaub.


Überfütterungsdyspepsie

Im Säuglingsalter auftretender Brechdurchfall durch zu umfangreiche und reichhaltige Mahlzeiten.



Übergangsepithel (Urothel)

Innerste Zellschicht von Harnblase und Harnleiter. Die würfelförmigen Zellen bilden je nach Blasenfüllung eine einreihige oder einer mehrreihige Schicht.



Überkappung

Verfahren, bei dem der Zahnarzt Kalziumhydroxid auf stark kariöse Zähne streicht. Unter dem Einfluss von Kalziumhydroxid bildet das Zahnmark daraufhin eine Schutzschicht aus Zahnbein (Dentin). Dringen die Kariesbakterien bis zum Zahnnerv vor, ist keine Überkappung mehr möglich.



Überleitungsstörung

Unterbrochene oder veränderte Weiterleitung der Nervensignale, welche die Abfolge der Herzschläge steuern. Die Folge sind Herzrhythmusstörungen. Beim SA-Block ist die Überleitung vom Sinusknoten auf die Vorhofmuskulatur beeinträchtigt; beim AV-Block die Überleitung von der Vorhofmuskulatur auf die Herzkammern.



Übertragung

  • Art und Weise, auf die ein Krankheitserreger zu einem Organismus gelangt, den er schließlich befällt (Infektionskette).
  • Vorgang, bei dem ein Organ vom Körper des Organspenders in den Körper des Organempfängers verpflanzt wird (Transplantation).
  • Verzögerung des Geburtstermins um mehr als 2 Wochen, wodurch die Schwangerschaft sich auf 42 Wochen verlängert. Weil der Mutterkuchen (Plazenta) sich zu dieser Zeit bereits zurückbildet, versorgt er das Kind nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen. Zum Ausgleich zehrt das Kind seine Fettreserven auf und erhält dadurch ein faltiges, greisenhaftes Aussehen. Auch fehlen ihm Käseschmiere und Flaumhaare. Durch die Verzögerung kann der erste Stuhlgang (Kindspech) bereits im Mutterleib erfolgen. Er verfärbt Haut, Nabelschnur und Fruchtwasser grünlich. Gelangt er in die Atemwege (Mekoniumaspiration), verkleben dort die Bronchien und es kommt zu Atemnot und Lungenentzündungen. Hat die Schwangere zehn Tage nach dem Termin noch nicht entbunden Geburtstermin, sollte sie in die Klinik gehen. Dort untersuchen die Ärzte den Gesundheitszustand des Kindes und leiten, wenn nötig, die Geburt ein.


Überwachung (Monitoring)

Lückenlose Beobachtung der Patienten auf der Intensivstation. Messapparate (z.B. EKG, Druckmesser) erfassen dabei fortlaufend die wichtigsten Organfunktionen. Gemessen werden Herzfrequenz, Gleichmäßigkeit der Herzaktionen, zentraler Venendruck und Blutdruck. Wichtig sind auch Körpertemperatur, Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung des Blutes. Je nach Erkrankung überwacht das Pflegepersonal zusätzlich die Werte von Hirndruck, Säurebasenhaushalt oder andere charakteristische Körperfunktionen. Bei gefährlichen Werten alarmiert ein eingebautes Alarmsystem Ärzte und Pflegepersonal.



Überwärmungstherapie

Heilverfahren, das auf kurzfristiger Erhöhung der Körpertemperatur basiert. Hierzu zählen das Schlenzbad, die Wärmebehandlung und Fiebertherapie.



Übung

Einzelne, in sich abgeschlossene Bewegungsabläufe, mit denen ein positiver Effekt auf eine bestimmte Körperstruktur erzielt werden soll.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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