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Sonnenbrille schützt Augenlicht


Indirektes Licht ist Balsam für die Augen


Trifft zu viel Sonnenlicht auf das Auge, schädigt das die Netz­haut. Zunächst sehen Betroffene ihre Umwelt immer verschwommener. Später drohen sie sogar zu erblinden. Warum Sonnenbrillenträger dieser Gefahr entgehen, erklären Experten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).

Licht schädigt Sehzellen

Mediziner nennen die Altersblindheit auch altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Die Makula liegt in der Netzhaut und bildet den Punkt des schärfsten Sehens. Geht dieses Gewebe zugrunde, verringert sich die Fähigkeit zu sehen – oft lässt diese irgendwann ganz nach. Genauer betrachtet, degenerieren so genannte retinale Pigmentepithelzellen.

Dass diese vor allem unter direktem Sonnenlicht leiden, zeigt eine Studie von Forschern der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Im Laborversuch bestrahlten sie die Pigmentzellen mit weißem Licht, also mit dem sicht­baren Anteil der Sonnenstrahlung. Wie sich herausstellte, starben innerhalb einer Stunde vermehrt Zellen ab – ein Zeichen dafür, dass direktes Licht das Sehen beein­trächtigt und Altersblindheit fördert.

Mit Sonnenbrille vorbeugen

Den einfachsten Schutz dagegen bieten Sonnenbrillen mit UV-Filter. Idealerweise verfügen diese über einen Breit­band-UV-400-Schutz, rät Christian Orloff von der DOG.

Von Sonnenbrillen ohne UV-Filter sollten Sie generell die Finger lassen. Der Grund: Trägt man eine verdunkelte Brille, weiten sich die Pupillen. Dadurch dringt noch mehr Licht in das Auge als üblich – somit treffen auch mehr schädliche UV-Strahlen auf die Netzhaut.


25.08.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Dr. nat. med. Anke Kopacek


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