Ungesunder Lebensstil raubt die Lust
Flaute im Bett durch Übergewicht und Co.
Wenn es im Bett nicht so klappt, wie es soll, steckt oft auch ein ungesunder Lebensstil dahinter. Wenig Bewegung, überschüssige Pfunde und Laster wie Nikotin machen Männer zu Lustmuffeln: Sie kämpfen mit Erektions- und Orgasmusstörungen. Das berichten dänische Forscher im Fachblatt „Journal of Sexual Medicine“.
Mehr Pfunde – mehr Probleme im Bett
Um herauszufinden, wie sich der Lebensstil auf das Sexleben auswirkt, analysierten Morten Frisch und sein Team Daten von 5.552 Männern im Alter von 16 bis 97 Jahren. Dabei schauten die Forscher vor allem auf drei Dinge: das Gewicht, den Konsum von Nikotin und Alkohol sowie die körperliche Aktivität. Darüber hinaus befragten sie die Teilnehmer, wie sexuell aktiv sie im letzten Jahr waren und ob sie an Lustlosigkeit, Erektionsproblemen oder Orgasmusstörungen litten.
Im Vergleich zeigte sich, dass vor allem überschüssige Pfunde die Lust schrumpfen ließ. Die Männer, die einen Hüftumfang von über 102 Zentimetern aufwiesen, waren sexuell am wenigsten aktiv und kämpften am häufigsten mit sexuellen Funktionsstörungen. Doch auch sexuell aktive Männer blieben davon nicht verschont – vor allem, wenn sie sich wenig bewegten, viel rauchten, übermäßig Alkohol tranken oder zu viel sowie zu wenig Gewicht auf die Waage brachten.
Lebensstil ändern für mehr Trubel im Bett
Ein gutes Sexleben hält fit und stärkt die Psyche. Daher sollten Paare Probleme im Bett ernst nehmen und besprechen. Ist aus Ihrem guten Sexleben ein trübes geworden, überdenken Sie doch einfach mal Ihren Lebensstil. Vermutlich lässt sich mit Abnehmen, weniger Rauchen und Alkohol und mehr Sport schon einiges bewirken. Sollten dennoch Probleme bestehen, sollten sich Paare nicht scheuen und ärztlichen Rat suchen – denn Sexualstörungen können etwa auch Ursache von Stress oder Wechseljahrsbeschwerden bei der Frau sein.
- Links:
- Hier können Sie den Abstract der Studie online nachlesen.



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