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Hitzköpfe gähnen mehr


Gähnen kühlt das Gehirn


Gähnen ist nicht nur ein Anzeichen für Müdigkeit oder Langeweile. Hitzköpfe verschaffen ihrem Gehirn durch Gähnen Abkühlung – denn Gähnen regelt die Temperatur des Gehirns. Das haben Wissenschaftler der Universität Princeton herausgefunden.

Winterluft zur Abkühlung

Die US-amerikanischen Forscher beobachteten das Gähnverhalten von 160 Menschen – im Winter wie im Sommer. Dabei betrug die Sommertemperatur im Bundesstaat Arizona durchschnittlich 37 Grad Celsius, die Wintertemperatur 22 Grad. Um das Gähnverhalten der Teilnehmer zu testen, zeigte man ihnen Bilder von gähnenden Menschen – denn Gähnen steckt bekanntlich an. Während daraufhin im Winter fast die Hälfte der Probanden gähnte, waren es im Sommer weniger als ein Viertel.

Die Wissenschaftler folgern daraus, dass wir häufiger gähnen, wenn die Außentemperatur – wie im Winter – geringer ist als die Körpertemperatur. Überhitzte Gehirne verschaffen sich so Abkühlung. Wie das funktioniert? Während dem Gähnen saugen wir die kühle Luft ein und temperieren so das Gehirn. Außerdem verstärkt das Strecken des Kiefers den Blutfluss zum Gehirn – auch das hat einen kühlenden Effekt. 

Gähnen hilft beim Aufstehen

Doch es ist wohl nicht die einzige Funktion des Gähnens, die Temperatur im Gehirn zu regeln. Gerade beim morgendlichen Gähnen strecken wir uns gerne ausgiebig. Das erhöht den Blutdruck sowie den Herzschlag und hilft uns so in Schwung zu kommen. Außerdem sagt das Gähnverhalten etwas über den Charakter aus: Wer sich von anderen Menschen zum Gähnen anstecken lässt, ist mitfühlender als Nichtgähner.


21.09.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Andrea Bronberger


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