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Wenn das Lid zur Last wird


Augenlifting sorgt für Durchblick


Falten um die Augen sind mehr als nur ein kosmetisches Problem. Wenn die Haut am Lid schlappmacht, entstehen lästige Druckgefühle. Die Augen können austrocknen, das Gesichtsfeld schrumpft. Eine kleine Operation verhindert das – und lässt Sie außerdem jünger wirken.

Ein kleiner Schnitt lindert Beschwerden

Wenn ältere Menschen in den Spiegel schauen, entdecken sie oft kleine Fältchen um die Augenlider. Der Grund: Die elastischen Fasern der Lidhaut und des darunter liegenden Gewebes erschlaffen. Ein schlaffes Oberlid erkennen Betroffene daran, dass sie ihre Wimpern oder das Lid selbst sehen. Ärzte sprechen dann von einem Schlupflid. Aber auch die untere Lidhaut kann schlapp machen. Mögliche Folgen sind ein eingeschränktes Gesichtsfeld, Druck- und Fremdkörpergefühl und trockene Augen.

Eine Augenlidstraffung lindert diese Beschwerden oder behebt sie ganz. Dabei entfernen die Chirurgen bis zu 15 Millimeter des erschlafften Augenlids. Sie führen den Schnitt in der natürlichen Lidfalte des Oberlids sowie in den Wimpern des Unterlids. Es bleiben so gut wie keine Spuren zurück. Normalerweise reicht bei dieser Operation eine örtliche Betäubung aus. Die Patienten können die Klinik nach wenigen Stunden verlassen. Nach 10 bis 14 Tagen müssen sie noch einmal zum Fädenziehen wiederkommen, und damit ist die Behandlung abgeschlossen.

Krankenkassen zahlen nicht immer

Der positive Nebeneffekt einer solchen Lidkorrektur: Die Patienten wirken nach der Operation meist jünger, weil die Haut um die Augen dann wesentlich straffer ist. Einen Eingriff nur fürs Anti-Aging bezahlen die Krankenkassen allerdings nicht. „Dafür müssen harte medizinische Kriterien erfüllt sein“, erklärt der Augenchirurg Falk Sommer von der Uniklinik Dresden. Nur bei einer messbaren Einschränkung des Gesichtsfelds sowie Lidfehlstellungen oder Verwachsungen erstatten die Kassen ein Augenlifting.

Betroffene mit störenden, aber nicht anerkannten Symptomen wie Druckgefühl oder trockenen Augen können sich ebenfalls operieren lassen. Die Kosten von 1.000 bis 3.000 Euro müssen sie jedoch aus eigener Tasche bezahlen. Außerdem sollten sie nichts über­stürzen, wie Sommer rät: „Ich empfehle, die Lider einzeln zu operieren und dazwischen sechs bis acht Wochen Zeit vergehen zu lassen“.


04.08.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Markus Kessel


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