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Was steckt hinter Multipler Sklerose?


Fettstoffwechsel als mögliche Ursache


In Deutschland leiden rund 120.000 Menschen an der Nervenkrankheit Multiple Sklerose. Vor allem Frauen sind davon betroffen. Was hinter der Krankheit steckt, ist bis dato unklar. Die Fachwelt geht davon aus, dass es sich bei Multiple Sklerose um eine Autoimmunkrankheit handelt. Forscher des John Jay College in New York sind anderer Meinung. Sie sehen die Ursache in einem gestörten Fettstoffwechsel.

Fehlgeleitetes Immunsystem

Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung im Gehirn und Rückenmark. Je nachdem wo der Entzündungsherd sitzt, kämpfen Betroffene mit den verschiedensten Symptomen. Probleme mit dem Sehen oder Sprechen sind ebenso häufig wie Taubheitsgefühl oder Lähmungen. Bisher vermuteten Ärzte die Erkrankungsursache in einer fehlgeleiteten Immunabwehr, die sich gegen die Gehirnzellen richtet.

Multiple Sklerose als Folge von schlechtem Cholesterin?

Die US-amerikanische Forscherin Angelique Corthals erklärt sich die Krankheitsentstehung anders. Für sie steht der Fettstoffwechsel im Mittelpunkt des Interesses. Sie glaubt, dass dieser bei MS-Patienten gestört ist. Beim Abbau von Fetten in Gehirnzellen entstünde ein gefährliches Stoffwechselprodukt: das schlechte Cholesterin, auch LDL-Cholesterin genannt. Sammelte sich dieses im Gehirn an, entstünden so genannte Plaques, welche die entzündliche Immunreaktion der MS auslösten.

„In den Blutgefäßen führt ein gestörter Fettstoffwechsel zu Arteriosklerose“, erklärt Corthals. „Wenn dasselbe im Gehirn passiert, kommt es zu MS. Die Krankheiten entstehen aber ähnlich.“ Das erkläre auch warum weltweit immer mehr Menschen an MS erkrankten. Viele Menschen ernährten sich immer fett- und kohlenhydratreicher. Die Folge sei ein erhöhter LDL-Cholesterinspiegel. 


28.12.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Andrea Bronberger


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