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Rezeptfreie Kortisonsalbe:



Viele Menschen schrecken vor einer Behandlung mit Kortison zurück, weil sie befürchten,  es schädige die Gesundheit. Diese Angst ist jedoch unbegründet. Kortison wirkt nicht nur lindernd und heilend bei Hauterkrankungen, sondern ist auch nahezu nebenwirkungsfrei, wenn es richtig angewendet wird.

Selbstbehandlung bei geringen bis mittleren Symptomen


Rezeptfreie Kortisonsalben sind zur Behandlung von entzündlichen und allergischen Hauterkrankungen mit leichten bis mittleren Symptomen geeignet. Das können entzündete Mückenstiche, Sonnenbrand, allergische Hautirritationen oder Kontaktekzeme sein. Sie äußern sich durch Rötung, Erwärmung, Schwellung oder Juckreiz. Die Salbe wird möglichst nur auf kleine Hautareale und dünn aufgetragen. Bei solch einer lokalen Behandlung sind starke Nebenwirkungen wie die Verdünnung der Haut, die Ausbildung des Cushing-Syndroms oder Osteoporose nicht zu befürchten. Diese Nebenwirkungen drohen nur bei der Einnahme von Kortison in Tablettenform.

Nicht für Ältere und Kleinkinder

Kortison als Salbe aufgetragen dringt schnell in die Haut ein und sammelt sich in der Hornschicht. Dort bildet sich ein Depot, aus dem der Wirkstoff langsam in tiefere Hautschichten abgegeben wird. Mit dem Alter wird die Haut dünner und die Hornschicht bietet nicht mehr ausreichend Schutz. Dadurch droht eine zu schnelle Kortison-Aufnahme in das Blut und ein erhöhtes Risiko von Folgeschäden. Gleiches gilt auch für die Haut kleiner Kinder. Daher sollte eine Kortison-Behandlung bei Älteren und Kleinkindern ausschließlich auf ärztlichen Rat hin erfolgen.
Empfindliche Stellen wie die Augen oder der Genitalbereich eignen sich auch nicht zur Selbstbehandlung. Gegen sehr schmerzhafte und eiternde Entzündungen oder Akne vulgaris sollten Patienten ebenfalls nicht mit rezeptfreier Kortisonsalbe vorgehen, sondern den Arzt aufsuchen.

Rezeptfreie Präparate


Seit Ende 2007 sind Kortisonsalben rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Das gilt für Packungsgrößen  von 50 Gramm in Konzentrationen bis 0,25 Prozent sowie für Packungen von 30 Gramm bei Konzentrationen von 0,25 bis 0,5 Prozent.

Für die Schwangerschaft und Stillzeit gelten spezielle Empfehlungen vom Arzt oder Apotheker.


08.02.2010 | Von: gesundheit-heute.de; Anke Kopacek


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