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Pilzliebhaber aufgepasst


Unerfahrene Sammler riskieren Vergiftungen


Im September haben Pilze Hochsaison: Pfifferlinge, Steinpilze und Champignons sprießen zahlreich aus dem Boden. Doch unerfahrene Sammler sollten lieber die Finger von den wild wachsenden Pilzen lassen: Denn wenn der falsche Pilz im Kochtopf landet, drohen lebensgefährliche Vergiftungen.

Giftige Doppelgänger

Jährlich erleiden mehrere hundert Deutsche eine Pilzvergiftung – oftmals endet diese im Krankenhaus. Auch diesen September rechnet die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) mit häufigen Pilzvergiftungen.

„Beim Pilze sammeln zählt vor allem Erfahrung“, weiß DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. „Theoretisches Wissen aus Büchern und dem Internet reicht nicht aus. Nur wer sich wirklich gut auskennt, sollte selbst gesammelte Pilze zubereiten und essen.“

Die Gefahr liegt darin, dass sich viele Pilzarten stark ähneln. Während die eine Variante unbedenklich und schmackhaft ist, kann das Verspeisen des Doppelgängers tödliche Folgen haben. So hat beispielsweise der Champignon einen solchen Zwilling: Der so genannte Knollenblätterpilz ist im Gegensatz zum Champignon sehr giftig.

Besser gekauft als gesammelt

Kommt es zu einer Pilzvergiftung, zeigt sich das durch Übelkeit, Magenschmerzen und Durchfall. Je nach Art des Gifts können sogar Schwindel, Verwirrtheit und Atemstörungen auftreten. Rufen Sie bei ersten Vergiftungsanzeichen sofort den Notarzt. Auch die Giftnotrufzentralen der Bundesländer helfen weiter. Vergessen Sie dabei nicht die Reste des Pilzmahls ins Krankenhaus mitzunehmen – so können die Ärzte den Übeltäter identifizieren.

Allen Hobbypilzsammlern sei also geraten: Lassen Sie die Pilze beim geringsten Zweifel im Wald stehen und kaufen Sie diese stattdessen lieber im Supermarkt.


07.09.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Andrea Bronberger


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