Menopause: Soja für die Gefäße
Sojaeiweiße verlangsamen Verkalkung
Ob Frauen in den Wechseljahren von Sojapräparaten profitieren, ist umstritten. Doch eine neue Studie zeigt, dass die Sojabohne bei Frauen nach der Menopause die Gefäßverkalkung verlangsamt und so vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützt.
Wirkung der Pflanzenhormone fraglich
Soja enthält so genannte Isoflavone – Pflanzenfarbstoffe, die mit dem Geschlechtshormon Östrogen verwandt sind. Sie heißen deswegen auch Phytoöstrogene, also pflanzliche Östrogene. Ob Sojapräparate die typischen Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen oder nächtliches Schwitzen reduzieren, ist bisher allerdings noch unklar. In einem Punkt kommen sie Frauen allerdings zugute: Offenbar verringern sie das Risiko an Arteriosklerose zu erkranken.
25 Gramm Soja täglich schützen
Wissenschaftler der Universität von Südkalifornien untersuchten 350 Frauen nach der Menopause. Keine der Studienteilnehmerinnen war durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes vorbelastet. Ein Teil der Frauen hatte täglich 25 Gramm Sojaeiweiß auf dem Speiseplan, die Kontrollgruppe bekam ein Placebo. Nach zweieinhalb Jahren untersuchten die Ärzte, wie stark die Halsschlagader der Frauen verkalkt war. Es zeigte sich, dass die Sojaeiweiße das Fortschreiten der Arteriosklerose verlangsamt. Am deutlichsten war der Effekt bei Frauen, bei denen die Menopause nicht länger als fünf Jahre zurücklag.
Nebenwirkungen der Sojapräparate konnten die Forscher nicht feststellen. Sie raten Frauen dennoch nicht dazu, Sojapräparate in den Wechseljahren einzunehmen – dafür wären noch weitere Untersuchungen nötig.
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