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Bei COPD Knochenschwund vorbeugen


Gesunder Lebensstil entscheidend


Menschen, die an der chronisch obstruktiven Lungen­krankheit (COPD) leiden, kämpfen mit ständigem Husten und Atemnot. Doch nicht nur das: Sie haben zudem ein erhöhtes Risiko Osteoporose zu bekommen. Wie Sie dem Knochenschwund zuvorkommen, erläutern Experten der Deutschen Lungenstiftung.

Krafttraining statt Glimmstängel

COPD ist eine entzündliche Erkrankung der Bronchien. Doch die Entzündung weitet sich oft auf weitere Bereiche des Körpers aus – so auch auf die Knochen. Damit erhöht sich das Osteoporose-Risiko. Raucher und Bewegungs­muffel sind noch stärker gefährdet. „Der jährliche Knochenverlust ist bei Rauchern etwa doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern“, betont Lungenarzt Harald Morr.

„Auch Bewegungsmangel, zu dem viele COPD-Patienten aufgrund ihrer Atemnot bei körperlicher Belastung neigen, ist eine wesentliche Ursache für die Entwicklung der Osteoporose.“ Auf das Rauchen solle man daher unbedingt verzichten und gleichzeitig ein regelmäßiges Bewegungsprogramm in den Alltag integrieren. Morr empfiehlt Krafttraining und regelmäßiges Spazierengehen, um Muskeln und Knochenmasse aufzubauen.

Kalzium und Vitamin D macht Knochen stark

Auch die richtige Ernährung spielt eine wichtige Rolle, um Knochenschwund vorzubeugen. Vor allem Kalzium- und Vitamin-D-reiche Lebensmittel bauen die Knochen auf. „Empfehlenswert sind daher Milchprodukte wie Hartkäse und Joghurt sowie bestimmte Gemüsesorten wie Brokkoli, Grünkohl und Fenchel, die viel Kalzium enthalten. Vitamin D ist reichlich vorhanden in Fisch, Eiern, Milch und Butter“, erklärt Morr.

Nahrungsmittel, die Phosphate oder Oxalsäure enthalten, sollte man hingegen meiden. Denn Phosphate binden Kalzium – dieses fehlt dann für den Knochenaufbau. Daher sollte man auf zu viel Fleisch und Wurst, Schmelzkäse und Softdrinks wie Coca-Cola verzichten. „Auch Oxalsäure ist ein Kalzium-Räuber, der sich vor allem in schwarzem Tee, Kakaopulver und Spinat findet“, weiß Morr.


06.10.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Andrea Bronberger


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