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Aufbau und Funktion der weiblichen Brust

Die weibliche Brust (Mamma) besteht vorwiegend aus Fettgewebe, darin eingebettet sind Milchdrüsen (Brustdrüsen) und ein System von Milchgängen, die in der Brustwarze (Mamille) münden. Stützendes straffes Bindegewebe (Kollagen) gibt der Brust ihre äußere Form und ihren Halt. Die Brustgröße hängt – zumindest außerhalb der Stillzeit – allein von der Menge des Fettgewebes ab. In den 15–24 Drüsen wird nach einer Geburt Milch gebildet, die durch die Milchgänge zur Brustwarze gelangt.

Die weibliche Brust beginnt sich zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr unter der Einwirkung von Geschlechtshormonen zu entwickeln, die im Vorfeld der Pubertät erstmalig ausgeschüttet werden. Ein fühlbares Knötchen (Brustknospe) unter der Brustwarze ist hierfür das erste Zeichen. Dieser Beginn des Brustwachstums wird als Thelarche bezeichnet. Die Thelarche ist das erste Pubertätszeichen und erscheint 1–2 Jahre vor der ersten Monatsblutung.

Mit dem Ende der Pubertät, also etwa mit 15–17 Jahren, ist auch die Brustentwicklung abgeschlossen. Die Milchdrüsen sind zu diesem Zeitpunkt vollständig angelegt, wachsen jedoch bei einer Schwangerschaft und der nachfolgenden Stillzeit noch weiter.

Während der gesamten geschlechtsreifen Zeit im Leben einer Frau sind Veränderungen an der Brust spürbar, die im Wesentlichen durch die Geschlechtshormone ausgelöst werden:

  • In der zweiten Hälfte des Monatszyklus kann die Brust größer werden und ein Spannungsgefühl erzeugen.
  • Auch bei Einnahme der „Pille“ spüren viele Frauen, dass ihre Brüste größer werden und eventuell etwas spannen.
  • Bei sexueller Erregung kann eine trübe, milchige Flüssigkeit (Kolostrum) aus den Brustwarzen austreten.
  • Bei vielen Frauen ändert sich die Größe der Brüste auch parallel zu ihrem Körpergewicht: Nimmt das Körpergewicht insgesamt zu, werden auch die Brüste größer – und umgekehrt.
  • Etwa ab dem 40. Lebensjahr bildet sich das stützende Bindegewebe zurück und wird vor allem durch Fett ersetzt, sodass die Brust an Spannkraft und Fülle verliert.
  • Auch die Brustwarzen werden ab 40 wieder kleiner und flacher.

Von: Dr. med. Astrid Waskowiak, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 24.03.2016 um 18:39


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