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Blut als Untersuchungsmedium

Viele Erkrankungen schlagen sich in der Zusammensetzung des Bluts nieder. Deshalb ist das Blut ein wichtiges Untersuchungsmedium. Zudem ist sowohl die venöse als auch die kapillare Blutentnahme (z. B. aus der Fingerspitze) für die Mehrzahl der Patienten schmerzarm. Nur bei Säuglingen und alten Menschen sowie chronisch Kranken, deren Blutgefäße durch Hunderte von Blutentnahmen strapaziert sind, erfordert die Blutentnahme einen geschickten Arzt und einen besonders geduldigen Patienten.

Das Standardlabor

Jedem Patienten wird zu Beginn eines Krankenhausaufenthalts routinemäßig Blut abgenommen. Beim niedergelassenen Internisten oder Hausarzt gilt dies, je nach vorgetragenen Beschwerden, mit Einschränkungen ebenfalls.

Die folgende Aufzählung ist ein Beispiel für das „Standardprogramm“ im Krankenhaus:

Manche Ärzte bieten darüber hinaus gehende Laboruntersuchungen als Selbstzahlerleistung an. Nur wenige dieser Selbstzahler-Labortests sind außerhalb enger Indikationen sinnvoll.

Störfaktoren

Laborwerte sind unanfechtbar, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass das Labor die erforderlichen Standards eingehalten hat. Außerdem darf der gemessene Wert nicht ohne die Kenntnis wichtiger Rahmenbedingungen gedeutet werden. Beispielsweise verändert ein vor der Blutentnahme zu sich genommenes zuckerhaltiges Erfrischungsgetränk den Blutzuckerwert ganz erheblich. Um Verzerrungen durch die Nahrungsaufnahme auszuschließen, muss der Patient für viele Bluttests nüchtern sein.

Aber auch körperliche Anstrengung, insbesondere bis zur Belastungsgrenze, und langes Stehen verändern viele Blutwerte. Schließlich beeinflusst auch die Tageszeit die Konzentration von Hormonen.

Befundauswertung

Die Durchführung der Laboranalysen erfolgt heute stark arbeitsteilig. Das bedeutet, dass viele Laborproben über weite Strecken verschickt werden. Ein Notfalllabor liefert aber oft schon nach 30 Minuten die wichtigsten Laborergebnisse in Arztpraxen oder Krankenhäuser.

Als Patient haben Sie das Recht, vom Arzt über die Ergebnisse der Blutuntersuchung informiert zu werden.


Von: Dr. med. Arne Schäffler, Thilo Machotta | zuletzt geändert am 15.03.2016 um 18:18


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