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gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Frauenkrankheiten » Weibliche Brust

Fibroadenome, Brustzysten und -lipome



Häufigkeit

Fibroadenome: Häufigster gutartiger Tumor der Brust. Er entsteht unter dem Einfluss der Geschlechtshormone. Etwa ein Drittel aller Frauen ist davon betroffen, insbesondere jüngere Frauen unter 40 Jahren. Sie können sowohl einzeln als auch in größerer Anzahl auftreten. Fibroadenome sind harmlos und bedürfen keiner Therapie. In etwa 20 % der Fälle bilden sie sich während der fruchtbaren Jahre von selbst wieder zurück, in den übrigen Fällen erst nach den Wechseljahren. Wenn sie allerdings zum weiteren Wachstum neigen oder die Brustkontur beeinträchtigen, werden sie operativ entfernt.

Brustzysten Zysten entstehen durch den Verschluss von Drüsenausführungsgängen und verursachen, wenn sie prall gefüllt sind, häufig Beschwerden. Beim Tastbefund kann eine Zyste von Brustkrebs nicht sicher unterschieden werden. Die ultraschallgestützte Sondierung, Absaugung und feingewebliche Untersuchung des Zysteninhalts ist meist ausreichend, um eine sichere Diagnose zu stellen.

Brustlipome(Brustfettgeschwulste): Abgekapselte, gutartige Tumore des Fettgewebes der weiblichen Brust. Da der Anteil des Fettgewebes in der Brust im Alter zunimmt, treten Lipome meist bei älteren Frauen auf. Sie wachsen sehr langsam, sind harmlos und werden nur entfernt, wenn sie Beschwerden verursachen.

Leitbeschwerden

 

  • Ein oder mehrere tastbare kleine Knoten, die nicht schmerzhaft sind
  • Knoten fühlt sich derb, rund, gummiartig, manchmal auch prall-elastisch an und ist verschiebbar.

Wann zum Frauenarzt

Innerhalb der nächsten zwei Tage, wenn Sie einen Knoten in der Brust entdecken, egal wie er sich anfühlt

Das macht der Arzt

Der Arzt tastet zuerst die Brüste ab, danach führt er einen Ultraschall sowie eine Mammografie durch. Ist die Abgrenzung zu anderen Brusterkrankungen wie einem Brustkrebs nicht 100%ig möglich, wird eine Stanzbiopsie empfohlen und das Material anschließend im Labor feingeweblich untersucht. Handelt es sich um eine Brustzyste, wird mit einer Feinnadelpunktion der flüssige Inhalt über eine sehr dünne Nadel abgesaugt und ebenfalls im Labor untersucht. Beide Untersuchungen werden unter örtlicher Betäubung durchgeführt und erfordern keinen Krankenhausaufenthalt.

Soll ein Fibroadenom aus kosmetischen Gründen entfernt werden, so ist dies meist mit einer einfachen plastischen Operation möglich, indem der Arzt das oder die Fibroadenom(e) aus ihrer Verankerung im Bindgewebe schält.


07.03.2008 | Von: Dr. med. Astrid Waskowiak, Dr. med. Arne Schäffler


Diese Seite wurde zuletzt geändert am 06.04.2010 um 16:57