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Funktionsdiagnostik

Unter Funktionsdiagnostik (Funktionsprüfung, Funktionsuntersuchung) verstehen Mediziner die systematische Prüfung der Leistungen eines Organs unter standardisierten Bedingungen. Sie erfolgt meist mit technischen Hilfsmitteln.

Klinische Funktionsprüfungen

Benötigt der Arzt für eine Funktionsprüfung keine oder nur wenige technische Hilfsmittel, spricht man von klinischer Funktionsdiagnostik. Dazu zählen z. B.:

Labormedizinische Funktionsdiagnostik

Die labormedizinische Funktionsdiagnostik nimmt in der gesamten modernen Medizin und selbst in vielen Gebieten der Alternativmedizin großen Raum ein. So werden rote und weiße Blutkörperchen, Leberwerte oder Cholesterin durch Laboruntersuchungen erfasst.

Elektromedizinische Funktionsdiagnostik

Bei vielen Vorgängen im menschlichen Körper fließen elektrische Ströme, die mithilfe entsprechender Geräte aufgezeichnet werden können. Die zwei wichtigsten Verfahren der elektromedizinischen Funktionsdiagnostik sind:

  • Das Elektrokardiogramm oder EKG. Bei jedem Herzschlag zieht eine Welle mit elektrischen Impulsen über das Herz. Diese können mit auf der Brust des Patienten aufgeklebten Elektroden abgeleitet und als EKG aufgezeichnet werden.
  • Das Elektroenzephalogramm oder kurz EEG zeichnet die elektrischen Aktivitäten der Großhirnrinde des Gehirns auf, entweder in Ruhe (Ruhe-EEG) oder nach gezielten optischen oder akustischen Reizen (evozierte Potenziale).

Bildgebende Funktionsdiagnostik

Funktionsuntersuchungen werden heute häufig mit modernen bildgebenden Diagnoseverfahren kombiniert (bildgebende Funktionsdiagnostik).

  • Mit Ultraschall lässt sich z. B. die Funktion der Leber, der Gallenwege und der Nieren, aber auch der Herzklappen und der Herzmuskulatur beurteilen (Bauchultraschall, Echokardiografie).
  • Die Nierenleistung lässt sich mithilfe von zuvor gespritzten radioaktiven Markern (Testsubstanzen) durch strahlensensible Gammakameras dokumentieren (Clearance). Die Leistung der Schilddrüse kann mit Hilfe von radioaktiv markiertem Jod beurteilt werden.

Von: Dr. med. Arne Schäffler, Thilo Machotta | zuletzt geändert am 15.03.2016 um 18:04


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