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Gebärmutterpolypen



Häufigkeit

Gebärmutterpolypen(Zervixpolypen bei Befall des Gebärmutterhalses, Corpuspolypen bei Befall des Gebärmutterköpers): Gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut. Sie können in jedem Alter, bevorzugt aber zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr, auftreten. Wenn sie entdeckt werden, werden sie auch entfernt, schon um eine Verwechslung mit einem polypförmig wachsenden Krebs auszuschließen.

Leitbeschwerden

 

  • Schmierblutungen außerhalb der normalen Monatsblutungen, nach dem Geschlechtsverkehr oder nach den Wechseljahren
  • Die Monatsblutung ist plötzlich sehr schmerzhaft, nachdem sie jahrelang keine Beschwerden verursacht hat.
  • Kolikartige Unterbauchschmerzen
  • Druckgefühl und geschwollener Unterbauch
  • Vermehrter Ausfluss.

Wann zum Frauenarzt

In den nächsten Tagen, wenn die oben genannten Beschwerden auftreten

Die Erkrankung

Gebärmutterpolypen können sich an vielen Stellen entwickeln und sowohl fest in der Gebärmutterwand sitzen als auch mit einem unterschiedlich langen Stiel in das Innere der Gebärmutter hinein- oder sogar aus dem Muttermund herausragen. In letzterem Fall kommt es zu vermehrtem Ausfluss oder Blutungen aus der Scheide nach dem Geschlechtsverkehr.

Das macht der Arzt

Je nach Lokalisation ertastet der Arzt die Gebärmutterpolypen bei der gynäkologischen Untersuchung oder sieht sie im Ultraschall. Sitzen sie sehr weit oben in der Gebärmutter, führt der Arzt eine Gebärmutterspiegelung durch, die ihm eine gute Beurteilung der Schleimhaut und gegebenenfalls eine sofortige Entfernung der Gebärmutterpolypen erlaubt. Da Polypen nicht immer leicht vom Gebärmutterkrebs zu unterscheiden sind, kombiniert man die Gebärmutterspiegelung mit einer Ausschabung. Dabei wird nach langsamer und vorsichtiger Dehnung des Muttermunds die Schleimhaut der Gebärmutter abgeschabt und anschließend feingeweblich untersucht. Vor allem bei Frauen über 50 besteht bei den im Ultraschall diagnostizierten Korpuspolypen Verwechslungsgefahr mit Gebärmutterkrebs.


25.06.2008 | Von: Dr. med. Astrid Waskowiak, Dr. med. Arne Schäffler


Diese Seite wurde zuletzt geändert am 06.04.2010 um 16:57