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Gutartige Eierstocktumoren



Häufigkeit

Kystom (Zystadenom): Primär gutartiger Tumor der Eierstöcke. Kystome bilden blasenförmige Kammern aus der inneren Wand der Eierstöcke oder aus dem Bindegewebe der Eierstöcke und treten meist bei Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren auf. Sie füllen sich mit wässrigem oder dickflüssigem Sekret (seröses bzw. muzinöses Kystom), können eine beträchtliche Größe erreichen und unter Umständen den ganzen Bauchraum ausfüllen. Häufig sammelt sich Flüssigkeit im Bauchraum an (Aszites). Da die Unterscheidung zu bösartigen Tumoren oft nur feingeweblich möglich ist, werden Kystome immer operiert.

Daneben gibt es etwa 20 weitere Typen von gutartigen Eierstocktumoren, die vom Drüsengewebe des Eierstocks, aber auch von Eizellen oder Eizellenresten oder vom Eierstockbindegewebe ausgehen. Eine häufige Sonderform stellen die Endometriosezysten (Schokoladen- oder Teerzysten) dar, mit Blut gefüllte Zysten aus Endometrioseherden.

Leitbeschwerden

Kystome bereiten in der Regel erst Beschwerden, wenn sie größer werden.

 

  • Zunahme des Leibesumfangs und Gewichtszunahme
  • Fremdkörpergefühl im Unterleib
  • Verdauungsbeschwerden (z. B. Blähungen)
  • Völlegefühl
  • Schmerzen beim Stuhlgang und Wasserlassen.

Das macht der Arzt

Der Befund wird zunächst durch einen Scheiden- und Bauchultraschall weiter abgeklärt. Da etwa 20 % aller Kystome und anderer gutartiger Eierstocktumore entarten, sollten sie immer operativ entfernt und untersucht werden. Je nach Größe geschieht dies durch eine Bauchspiegelung oder einen Bauchschnitt. Ob der gesamte Eierstock mitentfernt werden muss, hängt von der Größe des Befunds und vom Alter der Patientin ab.

Sondertext: Bauchspiegelung und Bauchschnitt


18.09.2008 | Von: Dr. med. Astrid Waskowiak, Dr. med. Arne Schäffler


Diese Seite wurde zuletzt geändert am 06.04.2010 um 16:57