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gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Augen » Erkrankungen des äußeren Auges: Bindehautentzündung, Hornhautentzündung, Sicca-Syndrom, Bindehautunterblutung

Hornhauterosion und Verblitzung



Häufigkeit

Hornhauterosion (Erosio corneae): Verletzung der Hornhaut z. B. durch einen Splitter, Fingernagel oder Zweig. Die Verletzung der Hornhautoberfläche durch UV-Strahlen, z. B. beim Schweißen oder durch eine Höhensonne, wird als Verblitzung (Keratitis photoelectrica) bezeichnet.

Leitbeschwerden

 

  • Fremdkörpergefühl
  • Starke Schmerzen v. a. bei Lichteinfall
  • Allgemeine oder örtlich begrenzte Rötung
  • Starker Tränenfluss
  • Oft Lidkrampf und Lidschwellung
  • Eventuell Sehverschlechterung.

Wann zum Arzt

Heute noch, wenn Ihnen ein Fremdkörper ins Auge gedrungen ist, der sich nicht ausspülen lässt.

Sofort, wenn es zudem zu starken Schmerzen kommt.

Die Erkrankung

Die Hornhautoberfläche kann leicht von außen verletzt werden. Intensives UV-Licht schädigt innerhalb von Minuten Horn- und Bindehaut im Bereich der Lidspalte; das Gewebe quillt auf (ödematös), zerfault und wird abgestoßen.

Zur Keimabwehr ist eine intakte Hornhaut notwendig. Kleine oberflächliche Hornhautverletzungen werden deshalb normalerweise innerhalb von Stunden durch Zellverschiebungen und rasche Zellneubildungen am Rand der Hornhaut verschlossen. Die Reibung des Oberlids verhindert dies jedoch, daher kommt es zu einer Entzündung. Nach einer Verletzung kommt es manchmal vor, dass die abdeckenden neuen Zellen nicht fest mit der Unterlage verankert sind und die Hornhaut immer wieder auch noch nach Wochen und Monaten an der Stelle der alten Verletzung aufbricht.

Das macht der Arzt

Das Ausmaß des Oberflächendefekts beurteilt der Arzt nach Fluoreszeinfärbung mit der Spaltlampe. Zur Behandlung legt er einen antibiotischen Augenverband an oder er versorgt das Auge mit einer therapeutischen Kontaktlinse in Verbindung mit antibiotischen Augentropfen. Zur Schmerzlinderung empfiehlt er eventuell Paracetamol (z. B. Benu-ron®). Normalerweise heilt das Auge innerhalb von 24–48 Stunden folgenlos ab. Bei immer wiederkehrenden Hornhauterosionen wird der Patient häufig zur völligen beidseitigen Ruhigstellung der Augen stationär aufgenommen oder es wird eine Lasertherapie der Hornhaut vorgenommen.


16.07.2008 | Von: Dr. rer. nat. Katharina Munk


Diese Seite wurde zuletzt geändert am 06.04.2010 um 16:57