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Hydrozele und Spermatozele

Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Hydrozele (Wasserbruch): Wässrige Flüssigkeitsansammlung im Hodensack, genauer gesagt innerhalb der inneren Hodenhüllen. Eine Hydrozele kann angeboren oder später im Leben erworben sein. Tritt häufig bei Säuglingen auf – oft zusammen mit einem Leistenbruch – und bildet sich meistens während des 1. Lebensjahres zurück. Bei Erwachsenen entstehen Hydrozelen spontan, infolge von Entzündungen und selten auch begleitend zu einem Tumor.

Spermatozele (Samenbruch): Mit eiweißreicher und spermienhaltiger Flüssigkeit gefüllte Zyste (Hohlraum) im Bereich des Nebenhodens, befindet sich in der Regel am oberen Hodenende und ist von außen als kleines Knötchen oder größere weiche Schwellung tastbar. Meistens Folge eines Traumas oder einer Nebenhodenentzündung, kann jedoch auch angeboren sein.

Leitbeschwerden

  • Weiche, meist schmerzlose Vergrößerung des Hodensacks
  • Selten Beschwerden nach langem Stehen.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, um andere Ursachen für die Hodenvergrößerung wie z. B. einen Hodentumor auszuschließen.

Das macht der Arzt

Der Arzt erkennt im Ultraschall eine Hydrozele und kann somit andere Ursachen für die Vergrößerung des Hodensacks wie Tumoren ausschließen.

Bei der Operation werden die Hodenhüllen von Flüssigkeit entleert und anschließend vernäht, damit sich keine Flüssigkeit mehr darin ansammeln kann. Die früher übliche Punktion (Absaugen der Flüssigkeit mit einer Kanüle) wird wegen der Infektionsgefahr und der meist nur vorübergehenden Besserung nur noch in Ausnahmefällen (z. B. bei sehr alten Patienten) durchgeführt. Spermatozelen sind sehr klein und werden vom Arzt im Ultraschall nur schwer entdeckt. Sie können auch größere Ausmaße annehmen und sind manchmal nicht von Hydrozelen zu unterscheiden. Bei einer Operation werden sie erst unterbunden und danach sorgfältig vom Nebenhoden abgelöst.

Eine Operation ist für beide Erkrankungen nur dann notwendig, wenn ausgeprägte Beschwerden bestehen.


Von: Dr. med. Martina Sticker, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 25.04.2016 um 18:02


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