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Invasive Diagnostik

Bei einer Punktion wird mit speziellen Hohlnaden Körperflüssigkeit oder Gewebe aus Gefäßen, Hohlräumen oder Organen entnommen, z. B. aus dem Wirbelkanal bei der Lumbalpunktion. Punktionen können nicht nur diagnostischen Zwecken dienen (z. B. der Blutentnahme), sondern auch der Behandlung. Dies ist der Fall, wenn z. B. ein Abszess punktiert, also eröffnet, wird oder Körperhöhlen und Gelenke gespült werden.

Als Biopsie bezeichnet der Arzt die Gewebeprobenentnahme am lebenden Patienten. Dabei können aus dem Gewebeverband herausgelöste Zellen oder Gewebestücke entnommen werden, z. B. Magenbiopsien bei der Magenspiegelung.

Punktionen und Biopsien sind nicht ganz ungefährlich. So können arterielle Gefäße verletzt werden und Notoperationen zur Blutstillung erforderlich sein. Risikoreich sind vor allem tiefer gehende Punktionen und Biopsien, z. B. der Niere und Leber. Diese Eingriffe werden deshalb heute in der Regel per Ultraschall kontrolliert, um Organverletzungen zu vermeiden. Auch bei Krebsverdacht sind Punktionen nicht ohne Risiko, da hier immer die Gefahr der Verschleppung und Streuung von Krebszellen besteht.


Von: Dr. med. Arne Schäffler, Thilo Machotta | zuletzt geändert am 15.03.2016 um 18:06


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