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Lymphangitis

Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Lymphangitis: Akute oder chronische Entzündung der Lymphgefäße, die sich bis in die regionären Lymphknoten ausbreiten kann. Die Entzündung von Lymphknoten geht oft mit deren schmerzhafter oder schmerzloser Schwellung einher.

Gelangen aggressive Bakterien im Rahmen eines Abszesses, Furunkels oder bei Infektionen im Bereich der Fingernägel, Nagelbettentzündung, in das Quellgebiet eines Lymphgefäßes bzw. eines Lymphknotens, entzünden sich die befallenen Lymphwege.

Typisch für die Lymphangitis – hier bei einer ansonsten gesunden 44-jährigen Frau – sind eine oder mehrere rote Streifen, die den akut entzündeten Lymphbahnen entsprechen.

Diagnosesicherung. Eine Lymphangitis ist leicht erkennbar an einem roten Streifen über dem Lymphgefäß und der derben, schmerzhaften regionären Lymphknotenschwellung in nächster Nachbarschaft; oft geht sie mit Fieber einher. Sekundär kann sich ein Abszess in den Lymphknoten bilden, der einschmelzen, aufplatzen oder Gänge in angrenzendes Gewebe bilden kann.

Therapie. In der Regel ist die sofortige Antibiotikagabe ausreichend. Hat sich bereits ein Lymphabszess entwickelt, kann eine chirurgischer Eingriff erforderlich werden. Unterstützend wirkt eine lokale antiseptische Therapie (z. B. mit Betaisodona®). Die betroffene Extremität wird ruhiggestellt, um eine Keimverschleppung und anschließende Blutvergiftung zu vermeiden. Versagt die Therapie, oder wird sie über Tage verschleppt, droht eine Blutvergiftung.


Von: Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 19.04.2016 um 16:06


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