Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Mai - 2012
»
SMDMDFS
 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
2728
29
30
 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Magen und Darm » Erkrankungen des Magens und des Zwölffingerdarms

Magenpolypen



Häufigkeit

Magenpolypen: Ausstülpungen der Magenschleimhaut, die ins Mageninnere hineinragen; meist einzeln oder gehäuft auftretende gutartige, von Schleimhautdrüsenzellen ausgehende adenomatöse Magenpolypen. Betroffen sind vor allem Menschen im mittleren und höheren Lebensalter. Magenpolypen bereiten, wenn überhaupt, eher unspezifische Beschwerden. Da sie in 20 % der Fälle zu Magenkrebs entarten, werden Magenpolypen grundsätzlich (endoskopisch) entfernt.

Leitbeschwerden

Nur bei größeren Polypen:

 

  • Unspezifische Beschwerden wie Völlegefühl und Appetitlosigkeit
  • Druckgefühl im Oberbauch
  • Gelegentlich Bluterbrechen und schwarzer Stuhl (Teerstuhl).

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, bei

  • Oberbauchschmerzen über längere Zeit
  • Völlegefühl und Appetitlosigkeit.

Noch heute, wenn eine Schwarzfärbung des Stuhls auffällt.

Die Erkrankung

Magenpolypen haben ihren Ursprung meist im Drüsengewebe der Magenschleimhaut (adenomatöse Polypen). Sie können in Gestalt und Größe stark variieren: gestielt, kugelig, zottig (villös) oder breitbasig aufsitzend, wenige Millimeter klein oder mehr als 1 cm groß sein. Wie die adenomatösen Dickdarmpolypen bergen auch die adenomatösen Magenpolypen ein deutlich erhöhtes Krebsrisiko (~ 20 %). Treten Magenpolypen gehäuft auf, dann meist in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander (multiple Magenpolypen). Treten sie massenhaft auf, spricht der Arzt von einem (oft erblich bedingten) Polyposis-Syndrom; dazu gehört z. B. die familiäre adenomatöse Polyposis (Dickdarmpolypen).

Die Ursache für die Entstehung von Magenpolypen im höheren Lebensalter ist unbekannt; vermutlich spielen Ernährungsgewohnheiten (z. B. fettreiche, ballaststoffarme Nahrung) eine Rolle. Diskutiert wird, ob ein Befall mit Helicobacter-pylori-Bakterien (Magenschleimhautentzündung bzw. Ulkuskrankheit) die Entstehung begünstigt.

Das macht der Arzt

Kleinere Magenpolypen machen keine Beschwerden, größere Polypen können unspezifische Druckschmerzen im Oberbauch bis hin zu Blutungen (selten) hervorrufen.

Da sie in aller Regel aber nur wenig Beschwerden verursachen, werden sie in der Mehrzahl der Fälle zufällig im Rahmen einer Magenspiegelung entdeckt.

Wegen des erhöhten Krebsrisikos werden sie in der Regel oft noch während der Untersuchung endoskopisch abgetragen. Dabei wird der Polyp mit einer durch Hochfrequenzstrom erhitzten Drahtschlinge abgetrennt und die Wunde verschorft. Bei breitbasigen und/oder besonders großen Polypen kann eventuell eine Operation notwendig sein.

Da Polypen dazu neigen, wieder aufzutreten, wird in halbjährlichen bis jährlichen Abständen eine Magenspiegelung empfohlen.


07.04.2008 | Von: Dr. med. Arne Schäffler, Dr. Bernadette Andre-Wallis


Diese Seite wurde zuletzt geändert am 06.04.2010 um 16:57