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Mandelabszess

Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Mandelabszess (Peritonsillarabszess, Peritonsillitis): Komplikation der eitrigen Mandelentzündung, bei der sich Bakterien auf angrenzendes Gewebe ausbreiten und einen Abszess (Eiteransammlung) verursachen. In der Regel ist nur eine Mandel betroffen. Der Abszess macht sich durch einseitig zunehmende, erhebliche Schluckbeschwerden und steigendes Fieber bemerkbar. Oft strahlen die Schmerzen auch in die Ohrregion aus und es kommt zu einer Schwellung der Lymphknoten, in schlimmen Fällen sogar zu einer Kieferklemme.

Wenn der Mund sich ausreichend weit öffnen lässt, führt der Arzt eine Spiegeluntersuchung des Mund- und Rachenraums durch. Weiter wird er Blut abnehmen, um Streptokokken mit einem Schnelltest nachzuweisen. Liegt ein Abszess vor, sollte dieser vom HNO-Arzt geöffnet und entleert werden. Darüber hinaus muss für 7–10 Tage ein Breitbandpenizillin (z. B. Amoxicillin) eingenommen werden. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, entfernt der Arzt kurzfristig die Mandeln.


Von: Prof. Dr. med. Gerhard Grevers; Dr. Ute Koch; Thilo Machotta; Dr. med. Arne Schä | zuletzt geändert am 29.04.2016 um 12:09


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