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gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Stoffwechsel » Diabetes mellitus, metabolisches Syndrom, Übergewicht und Adipositas

Metabolisches Syndrom



Häufigkeit

Insulinresistenz und die damit verbundene anfängliche Überproduktion von Insulin (später eingeschränkte Insulinproduktion) sind nicht nur für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes verantwortlich, sie sind auch wesentlich an einem vielschichtig veränderten Stoffwechselmuster beteiligt, das als Metabolisches Syndrom(MSY) zusammengefasst wird. Nach Definition der WHO liegt ein metabolisches Syndrom vor, wenn mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt sind:

 

Jeder dieser Faktoren allein begünstigt das metabolische Syndrom, jedoch treten sie meist gemeinsam auf und verstärken ihre Wirkung untereinander – und zwar in einem solchen Maße, dass Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck und erhöhter Blutzucker von den Medizinern als tödliches Quartett bezeichnet werden.

Hinter dem metabolischen Syndrom verbirgt sich ein vielschichtiges Geschehen, bei dem sich die einzelnen Faktoren gegenseitig bedingen bzw. verstärken und nicht nur zu Diabetes führen können, sondern auch zu Arteriosklerose sowie zu deren Folgeerkrankungen Herzinfarkt, Schlaganfall und peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK).

Therapie. Wichtigste Maßnahme ist es, Risikofaktoren wie das Rauchen auszuschalten, das Körpergewicht dauerhaft zu normalisieren und sich regelmäßig zu bewegen. Reicht dies nicht aus, sind Medikamente indiziert.

Prognose

Menschen mit Metabolischem Syndrom sind von Erkrankungen des Herzens und der Gefäße wie Herzinfarkt, Herzschwäche und Schlaganfall betroffen. Diese Krankheiten beeinträchtigen in ganz erheblichem Maße die Lebensqualität und sind bei mehr als der Hälfte der Patienten die Todesursache.


17.03.2008 | Von: Dr. med. Arne Schäffler, Dr. Nicole Schaenzler


Diese Seite wurde zuletzt geändert am 06.04.2010 um 16:57