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Nierenarterienstenose

Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Nierenarterienstenose (Nierenschlagaderverengung): Verengung der Nierenarterien, verursacht durch eine Arteriosklerose (80 %) mit oder ohne Thrombose oder eine angeborene Gefäßfehlbildung (20 %). Alle Störungen führen zu Bluthochdruck und/oder einer Abnahme der Nierenfunktion. Die Leitbeschwerden entsprechen denen anderer Bluthochdruckformen. Eine Arteriosklerose ist v. a. bei älteren Menschen Ursache der Nierenarterienstenose. Erhöhter Blutdruck bei jüngeren Patienten sollte die Aufmerksamkeit des Arztes auf eine angeborene Fehlbildung der Nierenarterien lenken.

Urogramm eines 48-jährigen Mannes, bei dem der Arzt eine Nierenarterienstenose feststellte. Während sich die rechte Nierenarterie (im Bild links) normal aufzweigt, vermindert sich der Blutfluss der linken Nierenarterie schon kurz nach dem Abgang von der Bauchschlagader (roter Pfeil).

Das macht der Arzt

Wenn die Verengung der Nierenarterien bereits stark fortgeschritten ist, hört der Arzt mit dem Stethoskop ein Strömungsgeräusch in der Gegend des Bauchnabels. Mit dem Farb-Duplex-Ultraschall lassen sich Blutstrom und somit mögliche Gefäßverengungen bildlich darstellen. Um die verengten Nierenarterien zu dehnen, führt der Arzt zuerst eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel (Nierenarteriografie) durch. Unter Röntgenkontrolle schiebt er dann einen Ballonkatheter von der Beinarterie bis in die Nierenarterie, um durch Aufblasen des Ballons die Nierenarterie zu dehnen. Bei Patienten, die schon seit vielen Jahren aufgrund einer Nierenarterienstenose Bluthochdruck haben, wird der Blutdruck gesenkt.


Von: Dr. med. André Lauber | zuletzt geändert am 07.04.2016 um 17:23


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