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Nuklearmedizinische Untersuchungsverfahren

Die Nuklearmedizin ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit dem Einsatz von radioaktiven Substanzen im Rahmen diagnostischer Maßnahmen sowie der therapeutischen Anwendung radioaktiver Nuklide zur Tumortherapie befasst.

Radioaktive Substanzen (Radionuklide, Radioisotope) sind instabil und wandeln sich im Körper nach statistischen Gesetzmäßigkeiten wieder in nicht-radioaktive Isotope um, wobei sie Strahlen aussenden. Diese können mit speziellen Gammakameras registriert werden. Das Ergebnis ist eine Szintigrafie, die dem Arzt entscheidende Informationen über die regelgerechte Funktion eines Organs liefert. Am häufigsten eingesetzt werden, die:

  • Schilddrüsenszintigrafie zur Funktionsbeurteilung der Schilddrüse
  • Nierenszintigrafie bei Verdacht auf eine Nierenfunktionsstörung
  • Herzszintigrafie zum Nachweis minderdurchbluteter oder sogar abgestorbener Herzmuskelbezirke.

Betrifft die Untersuchung im gesamten Körper vorkommende Strukturen, beispielsweise Gelenke, spricht man von einer Skelettszintigrafie.

Metallhaltige Gegenstände (Schmuck, Prothesen usw.) müssen vor der Untersuchung abgelegt werden, da Metalle die Strahlung absorbieren und damit die Aufnahme beeinträchtigen.


Von: Dr. med. Arne Schäffler, Thilo Machotta | zuletzt geändert am 17.03.2016 um 12:41


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