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Perianalthrombose

Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Perianalthrombose: Verstopfung einer Vene in der Enddarmschleimhaut. Perianalthrombosen sind sehr schmerzhaft, verschwinden aber meist von selbst. Die Heilung kann durch Inzision (Einstechen) beschleunigt werden, was auch den Schmerz sofort lindert.

Perianalthrombosen entstehen meist durch langes Sitzen auf harten Flächen, aber auch scharfe Speisen und Alkohol fördern ihre Entstehung. Durch die Verwechslungsgefahr mit Hämorrhoiden werden sie manchmal auch als unechte Hämorrhoiden bezeichnet. Erkennbar sind Perianalthrombosen durch bläulich-rote, kirsch- bis pflaumengroße, schmerzhafte Knoten am Afterrand. Sie sind harmlos.

Je nach Ausprägung können sie mit Heparinsalbe behandelt werden, bilden sich aber auch ohne Therapie meist nach ein paar Tagen von selbst wieder zurück. Eine übermäßige mechanische Reizung, beispielsweise durch raues Toilettenpapier, sollte aber vermieden werden. Treten sehr starke Schmerzen auf, hilft ein kleiner Schnitt mit dem Skalpell unter örtlicher Betäubung. Nach dieser Entlastung tritt sofort eine deutliche Schmerzlinderung ein.

Treten Perianalthrombosen gehäuft auf, muss die Thrombose samt dem betroffenen Gefäß operativ entfernt werden.


Von: Dr. med. Arne Schäffler, Dr. Bernadette Andre-Wallis | zuletzt geändert am 27.04.2016 um 18:25


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