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Schlafkrankheit

Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis): Eine durch Trypanosomen (einzelliger Parasit) ausgelöste Tropenerkrankung. Sie kommt in den Feuchtregionen Afrikas vor und wird von der tagsüber stechenden Tsetsefliege übertragen.

Die Erkrankung verläuft in drei Stadien:

  • Stadium 1: Einige Wochen nach dem Stich hat der Infizierte Fieber, Schüttelfrost, Ödeme, Lymphknotenschwellung, Hautausschlag und Juckreiz.
  • Stadium 2: Nach einigen Monaten stehen neurologische Symptome im Vordergrund: Verwirrtheit, Koordinations- und Schlafstörungen sowie Krampfanfälle.
  • Stadium 3: Der Betroffene gerät in einen Dämmerzustand, der für die Krankheit namensgebend war.

Der Erregernachweis erfolgt mikroskopisch aus dem Blut oder dem Liquor sowie mit immunologischen Methoden. Zur Behandlung stehen verschiedene Wirkstoffe wie Suramin, Pentamidin, Melarsoprol und Eflornithin zur Verfügung. Betroffen ist vor allen Dingen die afrikanische Bevölkerung. Eine medikamentöse Prophylaxe wie beispielsweise bei der Malaria existiert bislang nicht. Touristen sollten sich mit langärmeliger Kleidung, Moskitonetzen und Repellents (Insektenabwehrmitteln z. B. Icaridin in Bayrepel® oder Autan®) schützen.


Von: Dr. Bernadette Andre-Wallis, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 30.03.2016 um 18:12


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