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Symptothermale Methode

Die Symptothermale Methode (STM) kombiniert die Basaltemperaturmethode mit der Zervixschleimmethode, eventuell auch mit anderen Veränderungen während des Zyklus, die Fruchtbarkeit signalisieren. Sie ist vor allem für Frauen mit regelmäßigem Zyklus geeignet und dann sehr sicher.

Durchführung. Jeden Morgen wird zur gleichen Uhrzeit die Aufwachtemperatur gemessen und die Spinnbarkeit des Gebärmutterhalsschleims bestimmt. Auch andere Fruchtbarkeitszeichen wie z. B. das Öffnen des Muttermunds (Muttermunduntersuchung), Mittelschmerz (Unterleibsschmerzen während der Zyklusmitte) oder Brustspannen werden berücksichtigt und in das Kurvenblatt eingetragen.

Ausgefülltes Zyklusblatt der Symptothermalen Methode.

Sicherheit. Richtig angewendet hat die Symptothermale Methode einen der „Pille" vergleichbaren Pearl-Index von 0,3. Nachteilig ist, dass sie, wie die Basaltemperaturmethode, einen regelmäßigen Tagesablauf und gesunden Lebenswandel voraussetzt. Bei Anfälligkeit für Infektionen, häufiger Medikamenteneinnahme, hohem Alkoholkonsum und unregelmäßigen Schlafens- und Aufwachzeiten sollte diese Methode nicht angewendet werden.

Die Muttermunduntersuchung (Rötzer-Methode) kann die Basaltemperatur- und Zervixschleimmethode ergänzen und ihre Sicherheit erhöhen; als alleinige Methode zur Bestimmung der (un)fruchtbaren Tage ist sie allerdings nicht geeignet.

Der Muttermund ist jener Teil der Gebärmutter, der in die Scheide hineinragt. Am besten ertasten Sie den Muttermund im Liegen, in der Hocke oder mit einem hochgestellten Bein und beginnen damit am ersten Tag nach dem Ende ihrer Periode. Der Tastfinger sollte hygienisch sauber sein.

Zu Beginn des Zyklus fühlt sich der Muttermund fest an, steht relativ weit vorn in der Scheide und lässt sich daher gut ertasten. Auch bei Frauen nach der ersten Geburt ist er meist gut tastbar und breiter. In den Tagen vor dem Eisprung zieht sich der Muttermund höher in die Scheide zurück, so dass Sie ihn vielleicht nicht mehr ertasten können, und je näher der Eisprung rückt, umso weicher wird der Muttermund und umso weiter öffnet er sich: Diese Öffnung lässt sich als kleines Grübchen ertasten. Die unfruchtbaren Tage beginnen, wenn der Muttermund nach seiner weichen, offenen Phase mindestens schon drei Tage lang wieder fest und geschlossen ist und wieder weiter in die Scheide hineinragt.


Von: Dr. med. Andrea Stadler, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 17.03.2016 um 15:12


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