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Tauchen

In Tiefen unter 10 m löst sich immer mehr Stickstoff im Blut, verteilt sich im Körper und entfaltet (in Tiefen ab 25 m) eine betäubende Wirkung, sodass Taucher in einen dem Alkoholrausch ähnlichen Zustand fallen können. Beim Aufsteigen nimmt mit dem abnehmenden Druck die Ausdehnung des Stickstoffes zu, was zu Stickstoff-Gasblasen mit der Gefahr einer Lungenembolie führen kann. Daher ist eine stufenweise Dekompression, das langsam kontrollierte Auftauchen, vonnöten, mit der sich der Stickstoff langsam wieder aus dem Blut löst. Die häufigste Ursache für Tauchunfälle ist allerdings das Ertrinken.

Zwischen dem letzten Tauchgang und einem Flug (im Flugzeug herrscht reduzierter Kabinendruck!) muss wegen der Stickstoffproblematik ein Zeitraum von 24 Stunden liegen.

Besonders ungeübte Taucher sollten sich gründlich vorbereiten. In jeder größeren deutschen Stadt und an vielen Seen gibt es Tauchbasen, die umfangreiche Schulungen anbieten. Extreme Vorsicht und eine intensive reisemedizinische Beratung sind geboten bei Patienten mit chronischen Krankheiten wie Asthma, Lungen- und Ohrenschäden oder auch bei akuten HNO-Problemen. Der Druck auf das Trommelfell bei einer verschlossenen eustachischen Röhre kann zum Zerreißen führen, woraus Symptome wie Drehschwindel und Panikattacken resultieren.


Von: Dr. rer. nat. Annette Diekmann-Müller, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 17.03.2016 um 17:19


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