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Medizin von A bis Z: B

Bakterientoxin

Von Bakterien freigesetzter, giftiger Stoff. Lebende Bakterien geben als Stoffwechselprodukt Eiweiße ab:

  • Exotoxine (Ektotoxine) führen z.B. zu Botulismus und Diphtherie. In manchen Fällen ist eine Impfung gegen diese Eiweiße möglich, die der Patient dazu in abgeschwächter Form erhält.
  • Endotoxine sind Bestandteile der Bakterienzellwand und werden erst dann freisetzt, wenn sich das Bakterium auflöst. Ein bekanntes Beispiel hierfür sind Lebensmittelvergiftungen durch Escherichia coli und Salmonelleninfektion.


Bakteriologie

Teilbereich der Mikrobiologie, der sich mit Aufbau, Eigenschaften, Bestimmung und Systematisierung von Bakterien beschäftigt. Die medizinische Bakteriologie widmet sich in erster Linie der Identifizierung von Krankheitserregern und der Erforschung geeigneter Antibiotika.



Bakteriostatikum

Substanz, die Bakterien nicht abtötet, aber ihre Vermehrung bremst, z.B. Antibiotika oder Desinfektionsmittel.



bakterizid

Bakterien abtötend. Viele Antibiotika und Desinfektionsmittel haben eine bakterizide Wirkung.



Balken (Corpus callosum, große Kommissurenbahn)

Quer verlaufende Verbindung beider Gehirnhälften, die beim Menschen aus etwa 200 Millionen Nervenfasern besteht. Der Balken liegt am unteren Boden der großen Längsfurche des Großhirns und dient dem Informationsaustausch zwischen den beiden Gehirnhälften.



Ballismus

Neurologische Erkrankung durch eine Schädigung des extrapyramidalen Systems. Typisch sind ungewollte ruckartige schleudernde unkoordinierte Bewegungen von Armen, Beinen, Schultern und Hüfte. Oft tritt die Erkrankung nur einseitig auf (Hemiballismus) oder betrifft nur eine Gliedmaße (Monoballismus).



Ballongegenpulsation, intraortale (IABP)

Intensivmedizinisches Verfahren zur Unterstützung des Kreislaufs. Dabei führt der Arzt einen Ballon in die Hauptschlagader ein, der sich in der Entspannungsphase des Herzens aufbläst und in der Pumpphase wieder entleert. Diese mechanische Unterstützung sorgt für eine bessere Durchblutung der Herzkranzgefäße und erhöht die Pumpleistung des Herzens.



Ballontamponade

Zeitweilige Blockade eines Gefäßes oder Hohlorgans mit einem aufblasbaren Ballon, den der Arzt über einen Katheter einführt. Mit einer Ballontamponade werden z.B. lebensbedrohliche Blutungen aus Speiseröhren-Krampfadern gestillt.



Bárány-Zeigeversuch

Koordinationstest aus der Neurologie, der nach dem ungarischen Medizinnobelpreisträger Bárány benannt ist. Der Untersuchte hebt und senkt seinen Arm und führt ihn dann in die Horizontale, wo er z.B. den Finger des untersuchenden Arztes berührt. In einem ersten Testdurchgang hat der Patient die Augen offen und in einem zweiten Durchgang geschlossen. Weichen die Bewegungen mit geschlossenen Augen ab, spricht dies für eine einseitige Funktionsstörung im Gleichgewichtsorgan oder im Kleinhirn. Der Arm weicht dabei zur erkrankten Seite hin ab.



Barbiturate

Gruppe von Wirkstoffen, die früher häufig als Schlafmittel verordnet wurden, heute jedoch nur noch intravenös als Bestandteil von Antiepileptika oder als Betäubungsmittel eingesetzt werden. Barbiturate haben ein hohes Suchtpotenzial und werden daher nur unter ärztlicher Aufsicht verabreicht.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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