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Medizin von A bis Z: D

Da-Costa-Syndrom (Cardiophobie, Herzangst)

Herzschmerzen, Herzrasen, Müdigkeit, Schwindel und Atemnot ohne organische Ursache im Sinne psychosomatischer Störungen. Das Da-Costa-Syndrom tritt unabhängig von körperlicher Belastung auf. Der Patient leidet unter der Angst davor, eine bedrohliche Herzerkrankung zu haben oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Diese Angst und die Symptome schaukeln sich gegenseitig hoch.



Dalrymple-Zeichen

Bei Schilddrüsenüberfunktion auftretende Veränderung am Auge. Dabei ist das Weiß der Lederhaut auch ober- und unterhalb der Pupille zu sehen.



Dämmerzustand

Qualitative Bewusstseinsstörung, die wenige Minuten bis Wochen dauert. Je nach Ausprägung sind Denken, Handeln, Wahrnehmen der Umgebung und Orientierung eingeschränkt. In schwereren Fällen treten auch Denkstörungen, ausgeprägte Verwirrtheit und Halluzinationen auf. Der Betroffene verliert den Kontakt zur Umwelt und lebt in traumhaften bis ekstatischen Zuständen. Typischerweise weist die Erinnerung beim Dämmerzustand Lücken auf oder fehlt sogar komplett. Ausgelöst wird er beispielsweise durch eine Epilepsie, Schädel-Hirn-Traumen, Alkohol und Medikamente.



Dammplastik (Perineoplastik)

Operative Wiederherstellung des Damms bei einem Dammriss oder bei Aussackungen der hinteren Scheidenwand. Der Arzt näht dazu die Muskeln des Beckenbodens schichtweise zusammen und verstärkt den Damm, indem er das umliegende Gewebe rafft.



Dampfkompresse

Feuchtheißer Umschlag, nach Wunsch mit Zusätzen wie Heublumen. Die Dampfkompresse wird in ein trockenes Tuch eingeschlagen und fördert die Durchblutung.



Darier-Krankheit (Morbus Darier, Dyskeratosis follicularis)

Erbliche Verhornungsstörung der Haut, bei der sich rötlich-bräunliche oder graue Knötchen bilden, die sehr langsam immer größer werden, nässen und mit Krusten bedeckt sind. Meistens treten sie vorne und hinten am Rumpf, im Gesicht und an der Kopfhaut auf. Häufig kommt es zu Hautinfektionen, vor allem mit dem Herpes-simplex-Virus. Die Betroffenen müssen Sonnenlicht meiden, da es die Beschwerden verstärkt.



Darmatonie

Erschlaffung der Darmmuskulatur, die zu Darmlähmung und Darmverschluss (Ileus) fortschreiten kann. Häufig entsteht eine Darmatonie nach Operationen und Unfällen mit Verletzungen oder Erschütterungen des Rückenmarks oder begleitet Nierenkoliken und Gallenkoliken. Die Gefäßspannung nimmt ab, wodurch die Darmbewegung nachlässt und der Speisebrei nicht mehr weiter transportiert wird.



Darmatresie

Angeborener Verschluss des Darms, meistens von Zwölffingerdarm und Mastdarm. Ist ein höher gelegener Darmabschnitt verschlossen, erbricht das Neugeborene früh, hat aber Stuhlgang. Bei tiefer gelegenen Verschlüssen bleibt die erste Stuhlentleerung aus, die normalerweise innerhalb der ersten 36 Lebensstunden erfolgt. Der Bauch ist gebläht und berührungsempfindlich. Das Kind ist unruhig und verweigert die Nahrungsaufnahme. Der Chirurg entfernt den betroffenen Darmabschnitt und legt, wenn nötig, einen künstlichen Darmausgang.



Darmausschaltung

Chirurgischer Eingriff zum Ausschluss eines Darmabschnitts aus der Nahrungspassage. Zwei Teile des Darms werden zusammengenäht, sodass der Speisebrei den Abschnitt dazwischen nicht mehr passiert.



Darmbein (Os ilium)

Teil des knöchernen Beckens. Das Darmbein bildet gemeinsam mit Sitzbein (Os ischii) und Schambein (Os pubis) das Hüftbein, das wiederum Teil des Beckens ist. Die Darmbeinschaufeln bilden beidseits den Seitenteil des oberen Hüftabschnitts und sind hinten durch die Iliosakralgelenke durch das Kreuzbein miteinander verbunden. Vorne reicht das Darmbein bis zur Hüftgelenkspfanne.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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