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Medizin von A bis Z: E

Eberesche (Sorbus aucuparia, Vogelbeerbaum)

Laubbaum, dessen Früchte (Vogelbeeren) Amagdalin, Sorbinsäure und Parasorbinsäure enthalten. Bei Kontakt kommt es zu örtlichen Reizungen, bei Einnahme größerer Mengen roher Beeren zu einem rauschartigen Zustand und Vergiftungserscheinungen, wie Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden, erweiterten Pupillen und einem Hautausschlag ähnlich demjenigen bei Scharlach. Gekocht sind Vogelbeeren ungefährlich und aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts gesund.



Ebola-Fieber

Meldepflichtige Infektionskrankheit, die von hohem Fieber sowie inneren Blutungen begleitet wird (hämorrhagisches Fieber). Der Erreger, das Ebola-Virus, überträgt sich bei direktem Körperkontakt oder bei Kontakt mit den Ausscheidungen infizierter Personen. Es befällt die Zellen, welche die Blutgefäße auskleiden, die Lymphknoten und das Knochenmark sowie Leber, Milz und Lunge. 4-16 Tage nach Ansteckung bricht die Krankheit aus und den Patienten quälen plötzlich hohes Fieber und grippeähnliche Beschwerden. Die Symptome verstärken sich schnell. Der Patient blutet innerlich und äußerlich (v.a. die Schleimhäute), leidet an Hautausschlägen, Durchfällen, Muskelstarre und Bewusstseinsstörungen. In 50-90 % der Fälle endet das Ebola-Fieber innerhalb von 8 Tagen tödlich. Der Arzt weist den Virus in Blut, Rachensekret oder Urin nach. Die Krankheit lässt sich nur symptomatisch behandeln.



ECHO-Viren (Echoviren, Enteric cytopathogenic human orphan)

Gruppe von Viren, die im Darm von Mensch und Tier leben. Sie lösen meist leichte, grippeähnliche Symptome, Atemwegsinfekte oder Durchfall aus. In seltenen Fällen entzündet sich die Hirnhaut (Meningitis) oder das Gehirn (Enzephalitis).



Edelsteintherapie

Naturheilverfahren, das Edelsteine wie Bergkristall, Amethyst, Jaspis zur Behandlung von Erkrankungen einsetzt. Der Patient legt die Edelsteine auf die Haut der betroffenen Körperteile oder trägt sie als Schmuck. Die Edelsteine sollen Schwingungen und Strahlungen aussenden, die das Befinden verbessern und heilen.



Efferenz

Nervenfaser, die elektrische Impulse vom Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) zu Muskeln, Drüsen und inneren Organen leitet. Das Gegenstück zur Efferenz ist die Afferenz. Diese Nervenfasern laufen in umgekehrter Richtung, also vom Organ zum Zentralnervensystem.



Ehlers-Danlos-Syndrom (Danlos-Syndrom, Fibrodysplasia elastica generalisata)

Erbliche Bindegewebserkrankung. Betroffene besitzen einer hyperelastische Haut (Cutis elastica) und können die Gelenke überstrecken (Schlangenmenschen). Weitere mögliche Symptome sind ein Mitralklappenprolaps und Hernien sowie Fehlbildungen der Wirbelsäule (Skoliose, starke Kyphose) und der Füße (Plattfuß, Klumpfuß, Spitzfuß). Infolge der schwachen Gelenke, die häufig auskugeln, kommt es zur Gelenkentzündung (Arthritis). Die Sklera kann blau sein.



Eibe (Taxus baccata)

Nadelbaum, bei dem alle Pflanzenteile mit Ausnahme des roten Samenmantels für Mensch und Tier giftig sind. Eine Vergiftung ruft zunächst Übelkeit, Schwindel und Durchfall hervor. Später verliert der Betroffene das Bewusstsein, die Pupillen erweitern sich und das Herz schlägt unregelmäßig. Am Ende stirbt der Vergiftete an Atemlähmung. Die Medizin wandelt die wirksamen Inhaltstoffe der Eibe wie Alkaloide und Flavonoide chemisch ab und setzt sie als Mittel gegen Krebs (Zytostatika) ein. Die Homöopathie nutzt Eibennadeln bei Rheuma, Gicht, Magenschmerzen, Nieren- und Blasenerkrankungen.



Eicosanoid

Hormonähnliche Substanz, die der Organismus aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren bildet. Eicosanoide sind einerseits an entzündlichen Prozessen beteiligt. Andererseits beeinflussen sie als Signalstoffe (Neurotransmitter) Organe (z.B. Muskulatur von Darm und Gebärmutter) und den Stoffwechsel (z.B. Blutdruck, Blutgerinnung, Fettstoffwechsel, Entzündungsreaktionen).



Eigenblutspende

Entnahme von Blut, das der Spender später selbst wieder erhält. Der Arzt verordnet eine Eigenblutspende, wenn er bei einer geplanten Operation mit hohem Blutverlust rechnet. Der Patient spendet einige Wochen vor dem Eingriff ein- oder mehrmals ca. 500 ml Blut und nimmt Eisen-Tabletten ein, um die Neubildung von Blut zu beschleunigen. Ein weiteres Motiv für Eigenblutspenden sind religiöse Überzeugungen der Patienten. Eine Eigenblutspende kommt nicht in Frage bei schweren Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder der Atemwege, Blutarmut, Gerinnungsstörungen, akuten Infektionskrankheiten und bösartigen Tumoren.



Eigenimpfstoff (Eigenvakzine, Autovakzine)

Impfstoff, der aus Gewebe des Patienten gewonnen wird. Als antigenhaltiges Material entnimmt der Arzt Eiter, Auswurf (Sputum), Flüssigkeit aus einem Erguss oder *Tumor, das er aufbereiten lässt und danach zurückinjiziert. Eigenimpfstoffe werden oft in der Alternativmedizin angewandt. Sie werden gegen bereits bestehende Krankheiten eingesetzt und sollen das Immunsystem allgemein stärken, schützen jedoch nicht wie gewöhnliche Impfstoffe vor speziellen Krankheiten. Ihr Nutzen ist umstritten.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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