• Zoom Standard
  • Zoomen Vergrößerte

Medizin von A bis Z: E

Eigenurintherapie (Eigenharntherapie, Auto-Uro-Therapie)

Alternativmedizinisches Verfahren, bei dem der Patient den eigenen Urin trinkt, ihn äußerlich anwendet (z.B. als Tinktur) oder in den Muskel gespritzt bekommt. Die Eigenurintherapie soll den Körper entgiften, den Stoffwechsel anregen und das Abwehrsystem aktivieren. Das Verfahren ist wissenschaftlich umstritten. Als Nebenwirkungen können beim Patienten Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Durchfall auftreten. Bei Geschlechtskrankheiten und Entzündungen im Nieren- oder Blasenbereich ist von der Eigenurintherapie abzuraten, da sich dadurch das Risiko weiterer Infektionen erhöht.



Eihäute (sekundäre Eihüllen)

Drei Hüllen, die Frucht (Embryo) und Fruchtwasser umgeben und das Ungeborene während der Schwangerschaft ernähren und schützen. Eihäute und Fruchtwasser bilden die Fruchtblase, die bei der Geburt einreißt. Die innerste Eihaut ist die Schafshaut (Amnion) und darüber liegt die Zottenhaut (Chorion). Diese beiden Häute, die zum fetalen Gewebe gehören, verbinden sich zur Chorion-Amnion-Haut und sind an der Produktion von Fruchtwasser beteiligt. Die äußere Haut ist die Siebhaut (Dezidua), die zum mütterlichen Gewebe gehört.



Eingeweide (Viszera)

Gesamtheit der im Schädel und in den Körperhöhlen (Bauch, Brust, Becken) gelegenen inneren Organe.



Einklemmung

  • Einschnüren von Organen oder Organteilen durch Nachbargewebe.
  • Lebensbedrohliche Einengung des Gehirns. Zunächst steigt der Hirndruck (intrakranielle Druckerhöhung) aufgrund von Hirnödemen, Hirntumoren oder Hirnblutungen an. Der erhöhte Druck komprimiert das Gehirn und verschiebt Teile davon, die an den Engstellen des Schädels eingeklemmt werden. Außerdem vermindert der ansteigende Hirndruck die Gehirndurchblutung und schädigt wichtige Nervenzellen. Der Patient bewegt sich ungewöhnlich (z.B. Streckbewegungen der Arme und Beine) seine Reflexe sind gestört und die Herz-Kreislauf-Funktion kann beeinträchtigt sein.
  • Abgelöste bzw. gelockerte Knorpel- oder Knochenpartikel im Gelenkspalt, die die Bewegung behindern.


Einlage, medikamentöse

Medikament, das der Arzt in einen aufgebohrten Zahn oder einen Wurzelkanal füllt. Mit Hilfe der medikamentösen Einlage reduziert er Schmerzen, hemmt Entzündungen oder desinfiziert bei einer Wurzelkanalbehandlung den Wurzelkanal.



Einnistung (Nidation, Implantation)

Eindringen der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut, die durch das Sexualhormon Progesteron (Gelbkörperhormon) vorbereitet wurde. Findet am 6. oder 7. Tag nach der Befruchtung statt.



Einreibung (Friktion, Inunktion)

Behandlungsform zur Heilung der Haut und bestimmter Organe. Der Masseur trägt Wirkstoffe mit den Händen auf die Haut auf. Der mechanische Reiz fördert die Durchblutung. Die atemstimulierende Einreibung mit Lotionen oder Massageöl unterstützt durch kreisende Bewegungen in Richtung Wirbelsäule eine gleichmäßige, tiefe Atmung und stärkt die Körperwahrnehmung. Die Einreibung gehört zu den Maßnahmen der basalen Stimulation.



Einschwemmkatheter

Katheter, der über eine Vene mit dem Blutstrom bis in das rechte Herz und in die Lungenschlagader gelangt. Der Arzt verwendet den Einschwemmkatheter im Rahmen der Herzkatheteruntersuchung.



Einstellung

Mit der Einstellung beschreiben Arzt und Hebamme bei der Geburt, welcher Teil des Kindskopfs bei der Geburt vorangeht. Bei der vorteilhaften Hinterhauptslage (HHL) ist es der Hinterkopf, bei der ungünstigen Vorderhauptlage und Gesichtslage das Gesicht.



Einwilligungserklärung

Durch eine schriftliche Zustimmung erklärt sich ein Patient mit einer ärztlichen Behandlung einverstanden. Vor der Unterzeichnung der Einwilligungserklärung führt der behandelnde Arzt mit dem Patienten ein Aufklärungsgespräch über das medizinische Vorgehen, Alternativen und Risiken.



first prev 123 next next
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

ApothekenApp

ApothekenApp

Apotheke für unterwegs. Mit der ApothekenApp haben Sie "Ihre" Apotheke immer dabei! Einfach die kostenlose Apotheken­­App fürs iPhone® oder für Android™ herunterladen.

Apple App Store IconGoogle Play Store Icon