• Zoom Standard
  • Zoomen Vergrößerte

Medizin von A bis Z: F

Faulbaum (Rhamnus frangula)

Strauch oder kleiner Baum, der zu den Kreuzdorngewächsen gehört. Der Name geht auf den leicht fauligen Geruch zurück, den die Rinde des Baums verströmt. Die Rinde enthält Glykoside und wird in der Medizin als abführender Tee oder Fertigarzneimittel genutzt. Die Glykoside erhöhen das Volumen des Darminhalts, regen die Darmtätigkeit an und erleichtern so den Stuhlgang. Man sollte Medikamente mit Glykosiden aber nur über einen kurzen Zeitraum hinweg einsetzen, da der Körper bei dauerhafter Einnahme zu viele Elektrolyte und insbesondere Kalium ausscheidet.



Faustschlussprobe

Einfaches Verfahren um die Durchblutung des Arms zu testen. Die Testperson hebt einen Arm und ballt die Hand innerhalb von zwei Minuten bis zu 60 Mal kräftig zur Faust. Der Arzt drückt währenddessen die Arterie am Handgelenk der Testperson ab. Nach Ablauf der zwei Minuten gibt der Arzt die Arterie frei und lässt wieder Blut in die Hand strömen. Ist die Testperson gesund, so verstärkt sich die Durchblutung schnell und die Haut färbt sich rot. Ist die Durchblutung gestört, klagt die Testperson über Schmerzen, die Haut rötet sich nur langsam oder gar nicht.



Fechterstellung

  • Stellung des Patienten beim Röntgen: Er hält die rechte Schulter nah am Bildschirm.
  • Primitivreflex des Neugeborenen und jungen Säuglings. Das Kind zeigt die Fechterstellung, wenn es auf dem Rücken liegt und der Untersuchende den Kopf des Neugeborenen zur Seite dreht. Die Gliedmaßen der einen Körperseite strecken sich, während sich Arm und Bein der Gegenseite beugen.
  • Körperhaltung bei bestimmten Formen der Epilepsie.


Fehlbildung (Dysgenesie, Malformation)

Mangelhafte Ausbildung einzelner oder mehrerer Organe oder Körperteile. Fehlbildungen können spontan ohne erkennbare Ursache entstehen, genetisch bedingt sein oder durch schädigende Einflüsse während der Schwangerschaft ausgelöst werden. Oft treten bestimmte Fehlbildungen kombiniert miteinander auf.

Mit Hilfe von pränatalen Ultraschall und Fruchtwasseruntersuchungen sowie Früherkennungsuntersuchungen während der gesamten Kindheit versucht der Arzt, Fehlbildungen so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln. Bei starken Fehlbildungen stirbt das Kind oft bereits im Mutterleib oder direkt nach der Geburt. Einige schwächere Fehlbildungen wie Gesichtsspalten sind offensichtlich und fallen direkt bei der Geburt auf. Andere fallen dagegen erst später auf, z.B. leichte Formen des offenen Rückens (Spina bifida).



Fehlbiss (Dysgnathie)

Fehlstellung von Ober- und Unterkiefer (Zahn- und Kieferfehlstellungen). Die Kiefer nehmen eine ungewöhnliche Stellung im Schädel ein, sind gegeneinander verschoben, tragen zu viel zu wenig oder schief stehende Zähne, weisen eine außergewöhnliche Form oder ein krankes Gelenk auf. Ein Fehlbiss entsteht durch Verletzungen, Entwicklungsstörungen oder genetischer Veranlagung. Auch Daumenlutschen oder zu langes Verwenden eines Saugers führen zum Fehlbiss.



Fehlernährung (Malnutrition)

Nahrungszufuhr, bei der Menge und/oder Zusammensetzung der Nährstoffe nicht dem Bedarf des Körpers entspricht. Die Medizin unterscheidet drei Arten der Fehlernährung: Über- und Unterernährung sowie die einseitige Ernährung.

  • Bei der Überernährung nimmt der Betroffene zu viel Nahrung und damit zu viel Energie auf, wodurch es in der Regel zu Übergewicht kommt. Die zu großen Mengen an Cholesterin, Zucker und Kochsalz führen zu Fettstoffwechselstörungen und Diabetes mellitus, zu Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen am Herzen. Nimmt der Betroffene zu viele eiweißreiche Lebensmittel zu sich, kann er bei entsprechender Veranlagung an Gicht erkranken.
  • Eine einseitige Ernährung deckt den Bedarf an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen nicht und es kommt zu typischen Mangelerscheinungen. Überernährung und einseitige Ernährung beruhen vorwiegend auf Unkenntnis, Gleichgültigkeit oder mangelnder Kaufkraft.
  • Die Unterernährung ist ein Phänomen, das besonders die Bevölkerung der Entwicklungsländer betrifft. Die Menschen dort können sich z.B. wegen Missernten oder Armut nicht genügend Nahrungsmittel beschaffen, wodurch der Energie- und Nährstoffbedarf nicht gedeckt wird. Die Unterernährung führt zu Mangelerscheinungen wie Muskelschwäche und Wasseransammlungen.


Feiung

Immunisierung des Organismus durch eine Infektion. Bei einer stillen Feiung wird der Patient immun nach einer Infektion (z.B. Röteln), die ohne äußere Krankheitszeichen abläuft.



Fellatio

Orale Sexualpraktik, bei der der Penis durch den Mund des Partners oder der Partnerin stimuliert wird.



Femoralislähmung

Schädigung des Femoralisnervs (Nervus femoralis) durch Unfälle oder Operationen am Kniegelenk. Dieser Nerv zieht zwischen dem Lendenmuskel und dem Hüftmuskel durch den Leistenkanal in den Oberschenkel, wo er sich verzweigt. Er versorgt die Streckmuskulatur des Oberschenkels sowie die Haut auf der Oberschenkelvorder- und der Unterschenkelinnenseite. Ist er gelähmt, so ist das Bein steif oder lässt sich nicht oder nur mit großer Mühe im Knie strecken, wodurch Treppensteigen sehr schwierig wird. Daneben treten Empfindungsstörungen an der Haut der Oberschenkelvorder- und der Unterschenkelinnenseite.



Fenfluramin

Appetitzügler, der 1997 aufgrund von Nebenwirkungen wie Aortenklappeninsuffizienz und Bluthochdruck im Lungenkreislauf vom Markt genommen wurde.



first prev 123 next next
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

ApothekenApp

ApothekenApp

Apotheke für unterwegs. Mit der ApothekenApp haben Sie "Ihre" Apotheke immer dabei! Einfach die kostenlose Apotheken­­App fürs iPhone® oder für Android™ herunterladen.

Apple App Store IconGoogle Play Store Icon