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Medizin von A bis Z: H

Halo

  • Hof, Kreis, Saum.
  • Anatomie: kreisförmiger Saum um verschiedene Strukturen, z.B. Augenringe, Warzen- oder Pustelhöfe.
  • Augenheilkunde: weißlicher Hof um die Sehnervpapille, an der der Sehnerv austritt, als Zeichen eines Grünen Stars oder als Alterserscheinung.


Halskrawatte

Hilfsmittel zum Ruhigstellen, Entlasten und Warmhalten der Halswirbelsäule. Gebrauchsfertige Halskrawatten sind aus Schaumstoff mit einem Baumwollüberzug und der Hals- oder Kopfform angepasst. Patienten mit Verdacht auf ein Schleudertrauma bekommen eine Halskrawatte angelegt.



Halsphlegmone

Flächenhafte, eitrige Entzündung der Halsregion. Häufig entwickelt sich die Halsphlegmone als Komplikation von Kehlkopf- oder Luftröhrenverletzungen. Auslöser sind die Bakterien Staphylokokken oder Streptokokken. Gelegentlich entwickeln sich Halsphlegmonen auch aus schweren eitrigen Mandelentzündungen. Die Entzündung kann sich entlang der Bindegewebshüllen (Faszien) des Halses bis in den Mittelfellraum (Mediastinum) ausbreiten. Je weiter die Halsphlegmone vordringt, desto schwerwiegender werden die Symptome. Betroffene können Kopf und Kiefer nur eingeschränkt und unter Schmerzen bewegen. Der Kehlkopf schwillt an und die Patienten leiden infolgedessen unter Atemnot. Gefäße verschließen sich, da sich Blutgerinnsel bilden und es kommt zu Gefäßblutungen. Der Arzt behandelt mit hoch dosierten Antibiotika, bei einer Mandelentzündung werden die Mandeln entfernt. Bei großen Eiteransammlungen wird der Eiter nach außen abgeleitet.



Halsrippe

Angeborene Entwicklungsstörung, bei der sich an einem oder mehreren Halswirbeln oberhalb der ersten Rippe weitere Rippenstummel ausbilden. Halsrippen gehen häufig mit weiteren Skelettanomalien einher. Die Rippen entstehen meist nur einseitig am 7. Halswirbel, selten auch am 4. bis 6.Halswirbel. Die Rippen können in Ansätzen bestehen, aber auch voll ausgebildet sein. Meist sind Halsrippen harmlos und verursachen keine Beschwerden. Eine Halsrippe kann aber auch beim Sport durch Druck auf Nerven und Gefäße Empfindungs- und Durchblutungsstörungen im Arm (Schultergürtelkompressionssyndrom) verursachen. Eine einseitige Halsrippe kann zu einer Skoliose (Verbiegung) der Halswirbelsäule führen. Verursacht die Halsrippe solche Beschwerden, entfernt sie der Arzt operativ.



Halsschlagader (Arteria carotis, Karotis)

Paarig angelegte Arterien, die Hals und Kopf mit Blut versorgen. Die linke Halsschlagader entspringt aus dem Aortenbogen, der in Herznähe im Brustkorb liegt. Die rechte Halsschlagader hat ihren Ursprung im Truncus brachiocephalicus, einem Gefäßstamm, der ebenfalls aus dem Aortenbogen entspringt. Beide Arterien teilen sich jeweils an der Karotisgabel am oberen Kehlkopfrand in die äußere Halsschlagader (Arteria carotis externa) und innere Halsschlagader (Arteria carotis interna). Im Halsbereich lässt sich der Puls der Halsschlagadern leicht ertasten.



Halszyste

Angeborener, mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum (Zyste) im Halsbereich. Von der Halszyste führt häufig ein röhrenförmiger Verbindungsgang (Halsfistel) an die Körperoberfläche oder zu anderen Strukturen des Halses. Die Halszyste ist ein Überbleibsel embryologischer Strukturen, die sich nicht zurückgebildet haben. Je nach Lage unterscheidet man zwei Typen:

  • Die laterale Halszyste liegt seitlich des Halses und macht sich durch Entzündungen und Schwellungen bemerkbar. In seltenen Fällen entwickelt sich an der Stelle ein Tumor.
  • Die mediane Halszyste liegt unterhalb des Zungenbeins. Besteht eine Verbindung zu diesem, kann sich die Zyste beim Schlucken auf und ab bewegen. In beiden Fällen entfernt der Arzt die Zyste und vorhandene Fisteln operativ.


Halteapparat

Gesamtheit der ein Organ haltenden Bänder. Zum Beispiel hält ein aufwändiger Halteapparat aus Bändern und Muskeln den Augapfel in seiner Position in der Augenhöhle.



Haltung (Körperhaltung)

Im Stehen, Gehen und Sitzen eingenommene Stellung des Körpers. Die aufrechte Haltung wird im Wesentlichen durch die Form der Wirbelsäule bestimmt. Der Mensch beeinflusst seine Haltung aktiv durch Muskelkraft. Die Haltung wird zudem durch den Bänderapparat stabilisiert. Es ist schwierig, die Fehlhaltung von der Normalhaltung abzugrenzen, da es keine Kriterien gibt, mit denen die Grenze genau festgelegt werden könnte.



Haltungsanomalie

Streckung des kindlichen Kopfes (Deflexionslage) während einer Geburt in Schädellage. Ursachen sind Anomalien des mütterlichen Beckens oder des kindlichen Kopfes. Die normale Haltung des Kindes ist die vordere Hinterhauptslage, bei der der Kopf tief gebeugt ist und mit dem Kinn auf der Brust liegt. Gegenüber der Hinterhauptslage ist bei einer Haltungsanomalie der für den Geburtsverlauf maßgebliche Kopfumfang vergrößert und dadurch die Geburt erschwert. Der Geburtshelfer ermittelt über eine vaginale Untersuchung die Lage der Fontanellen und so die Deflexionshaltung. Die Fontanellen sind Bereiche am Kindsschädel, die noch nicht zusammengewachsen sind. Unterschieden werden Vorderhauptslage, Stirnlage und Gesichtslage.



Haltungsstörung

Siehe Fehlhaltung.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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