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Medizin von A bis Z: J

Jackson-Anfall

Sich ausgehend von einer Gliedmaße über größere Bezirke ausbreitende Muskelzuckungen (fokaler Anfall). Der Patient ist währenddessen bei vollem Bewusstsein. Ein Jackson-Anfall entsteht, wenn sich in einer Hälfte des Gehirns eine eng umschlossene Ansammlung von Nervenzellen spontan entlädt.



Jaffé-Lichtenstein-Krankheit (fibröse Dysplasie, Jaffé-Lichtenstein-Osteom)

Bindegewebswucherung im Knochenmark von Röhren-, seltener auch von Schädel- und Beckenknochen. Die Jaffé-Lichtenstein-Krankheit bricht in den ersten zehn Lebensjahren aus und endet meistens mit der Pubertät. Die betroffenen Knochen schmerzen und neigen zu Verformungen und Brüchen. Oft ist zusätzlich die Drüsenfunktion gestört (McCune-Albright-Syndrom), die Haut verfärbt sich dunkel und die körperliche Entwicklung beschleunigt sich. Zur Überwachung fertigt der Arzt regelmäßig eine Szintigrafie der betroffenen Knochen an. Stellt er dabei fest, dass Knochenbrüche und -verformungen drohen, entfernt er das Bindegewebe und ersetzt es durch Knochensubstanz.



Jaktation (Jactatio)

Rhythmisches Hin- und Herpendeln von Kopf (Jactatio capitis) und Oberkörper (Pagodenwackeln). Vernachlässigte Säuglinge und Kleinkinder in Heimen wiegen sich häufig mit diesen beruhigenden Schaukelbewegungen in den Schlaf. Zeigt sich die Jaktation tagsüber oder in fortgeschrittenem Alter liegt meistens eine ernsthafte Erkrankung vor, die der ärztlichen Abklärung bedarf.



Japanische Enzephalitis

In Südostasien und dem Westpazifik verbreitete, schwere Form der Gehirnentzündung. Menschen infizieren sich über Mückenstiche mit dem zu den Flaviviren gehörenden Krankheitserreger. Meistens bleiben sie beschwerdefrei oder zeigen nur leichte Anzeichen eines grippalen Infekts. Bei 0,2-1% kommt es jedoch zu Nackensteifigkeit, Benommenheit, Bewusstlosigkeit, epileptischen Anfällen und Lähmungen. 5-30% der Betroffenen erliegen den Folgen ihrer Krankheit. Bei den Überlebenden bleiben in 20-30% der Fälle Gehirnschäden oder psychische Störungen zurück. Weil die Japanische Enzephalitis nicht heilbar ist, empfiehlt sich eine Impfung gegen japanische Enzephalitis vor Reiseantritt.



Jarisch-Herxheim-Reaktion (Herxheimer-Jarisch-Reaktion)

Auftreten von Hautauschlag, Fieber (39-40°C) und Krankheitsgefühl nach einer Therapie mit Antibiotika bei bestimmten Erkrankungen, wie Syphilis. Auslöser sind die giftigen Zellbestandteile (Toxine) der abgetöteten Bakterien.



Jejunojejunostomie

Zusammenfügen zweier Leerdarmabschnitte, nachdem der Chirurg den dazwischen liegenden Teil herausgeschnitten hat.



Jejunoskopie

Erweiterte Ösophago-Gastro-Duodenoskopie, bei welcher der Arzt einen winzigen mit optischen oder chirurgischen Geräten versehenen Schlauch in den mittleren Dünndarmabschnitt (Jejunum) schiebt. Entsprechend eignet sich die Jejunoskopie sowohl für diagnostische als auch für therapeutische Eingriffe.



Jejunostomie

Schaffung eines künstlichen Verbindungsgangs zwischen dem mittlerem Dünndarmabschnitt (Jejunum) und der Magendecke. Über die Öffnung leitet der Arzt eine Ernährungslösung ein (künstliche Ernährung). So schont er frisch operierte oder von inoperablen Tumoren befallene Speiseröhren- und Magenbereiche.



Jervell-Lange-Nielsen-Syndrom

Sich in Form von Taubheit und Herzrhythmusstörungen äußernde Erbkrankheit. Der Arzt erkennt die Betroffenen an Veränderungen im EKG. Bereits im Kleinkindalter fallen die Patienten bei psychischer oder physischer Belastung spontan in Ohnmacht. Ein besonders schwerer Anfall führt über Kammerflimmern bis hin zum plötzlichen Herztod.



Jochbein (Os zygomaticum)

Seitlich auf Höhe der Augenhöhlen gelegener Schädelknochen. Das Jochbein bildet nach oben hin einen Teil der Augenhöhle, seitlich beteiligt er sich an der Nasehöhle und unten grenzt es an den Oberkiefer. Ein Fortsatz des Jochbeins schließt sich mit einem anderen Schädelknochen zum Jochbogen zusammen. Dieser ist im Gesicht deutlich sicht- und tastbar und heißt im Volksmund Wangenknochen.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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