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Medizin von A bis Z: K

Kunstherz

Mechanische Pumpe, welche die linke, eventuell auch die rechte Herzkammer dabei unterstützt, ausreichend Blut zu den Organen zu befördern. Das Kunstherz überbrückt die Zeit, bis ein Spenderherz für den Patienten zur Verfügung steht. Bis dahin ist das Herz jedoch oft schon so nachhaltig entlastet, dass eine Transplantation überflüssig geworden ist. Der Chirurg integriert das Kunstherz ganz oder teilweise in den Körper des Patienten. Es sitzt unterhalb des Zwerchfells, erhält über einen Schlauch das Blut von der Herzspitze und leitet es über einen weiteren Schlauch in die Schlagader. Modernere Kunstherzen beeinflussen das Herz über Induktion und benötigen daher keine Schläuche mehr. Damit entfallen Komplikationen wie Thrombosen und Embolien. Die klappenlose Axialpumpe ist zudem lautlos und arbeitet so regelmäßig, dass das Blut nicht mehr stoßweise sondern regelmäßig durch die Schlagadern fließt. Der Patient weist dadurch keinen Puls mehr auf.



künstliche Niere

Maschine, die das Blut von nierenkranken Patienten entwässert und von Schadstoffen befreit. In der künstlichen Niere fließt das Blut an einer wasserundurchlässigen Kunststoffhaut vorbei, hinter der sich eine Salzlösung befindet. Weil die Salzlösung weniger Salz enthält als das Blut, gehen die Schadstoffe von selbst auf die andere Seite der Kunststoffhaut über (Osmose). Das Wasser muss die künstliche Niere dagegen aktiv herausziehen. Das gereinigte Blut pumpt sie anschließend wieder in die Adern des Patienten zurück. Der gesamte Vorgang nennt sich Hämodialyse Bei der Peritonealdialyse übernimmt das Bauchfell die Aufgabe der künstlichen Niere.



Kürbis (Cucurbita peppo)

Kriechende Gemüsepflanze mit großen, herzförmigen Blättern und gelben Trichterblüten, aus denen sich riesige Beeren mit derber Wand entwickeln. In das essbare Fruchtfleisch sind flache Samen eingebettet. Sie enthalten Phytosterol und Selen. Selen fängt schädliche Radikale ab und schützt dadurch vor Herzmuskelerkrankungen, Arthrose und Krebs. Phytosterol verhindert, dass sich das männliche Sexualhormon Testosteron in 5-Dihydrotestosteron umwandelt und in dieser Form die Prostata zum Wachstum anregt. Fertigarzneimittel mit Phytosterolen eignen sich daher für Patienten mit einer leichten gutartigen Prostatavergrößerung.



Kurzdarmsyndrom

Verminderte Nährstoffaufnahme (Malabsorption) bei Patienten, denen der Arzt entzündete oder von Tumoren befallene Dünndarmabschnitte herausgeschnitten hat. Am schwersten haben es Säuglinge, weil ihr Dünndarm an sich schon sehr klein ist. Bis zum Kleinkindalter ist ihr Dünndarm so weit nachgewachsen, dass die Beschwerden deutlich nachlassen. Auch Patienten mit einem Verbindungsgang zwischen Dick- und Dünndarm leiden unter dem Kurzdarmsyndrom. Neben der Malabsorption leidet der Betroffene unter Durchfall, Fettstühlen, Elektrolytmangel und einer Überproduktion von Salzsäure im Magen. Meistens klingt ein Kurzdarmsyndrom nach einiger Zeit von alleine ab. Geschieht dies nicht, wird der Betroffene künstlich ernährt, erhält Medikamente zur Hemmung der Darmperistaltik, wie Loperamid, sowie solche zum Abfangen der Gallensäuren, wie Colestyramin. Auch die fettlöslichen Vitamine müssen ersetzt werden, da sie mit den Fettstühlen verloren gehen.



Kurzwellentherapie

Anwendung elektromagnetischer Wellen mit einer Frequenz von 10-300 MHz. Auf dem Körper wandeln sich die Kurzwellen in wohltuende Wärme um und stillen dadurch Schmerzen. Die Kurzwellen eignen sich für Patienten mit Arthrose, Entzündungen an den Sehnenansätzen und chronischen Schmerzen.



Kussmaul-Atmung (Fischmaulatmung)

Regelmäßiges, auffallend tiefes Ausatmen. Die Kussmaul-Atmung setzt ein, sobald das Blut des Patienten zu sauer (Azidose) ist. Sie gestattet es nämlich, so viel wie möglich saures Kohlendioxid mit der Ausatemluft auszuscheiden.



kutan

Zur Haut gehörend, die Haut betreffend.



Kwashiorkor (Protein-Energie-Malnutrition, PEM, Protein-Energie-Unterversorgung)

Eiweißmangel bei überwiegend mit Maisbrei ernährten Kindern in tropischen Entwicklungsländern. Dadurch nimmt die Konzentration von Albumin im Blut ab, sodass Wasser im Gewebe verbleibt und sich Ödeme entwickeln (Hungerödem). Dies führt gemeinsam mit der durch den Eiweißmangel vergrößerten Leber zum Hungerbauch. Typisch ist das Bild eines an Armen und Beinen abgemagerten Kindes (Marasmus) mit stark angeschwollenem Bauch. Daneben verändert sich die Haut, die Haare entfärben, es kommt zu Wachstumsstörungen, Durchfall und Gewichtsverlust. Daneben bestehen psychische Veränderungen. Die Kinder sind teilnahmslos und antriebsgeschwächt. Nach Ausgleich des Mangelzustands bleiben oft Schäden zurück.



Kystadenom

Gutartiger Tumor des Drüsengewebes mit Hohlraum, in dem sich die von der Drüse abgesonderte Flüssigkeit anstaut. Kystadenome betreffen überwiegend die Eierstöcke, finden sich aber auch an Hoden, Niere, Lungen und Schilddrüse. Die Gefahr, dass sich das Kystadenom zu einem bösartigen Tumor weiterentwickelt, ist relativ hoch.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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