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Medizin von A bis Z: L

Lagerung

Vorgang bei dem das Pflegepersonal oder der Ersthelfer den Kranken, Verletzten oder pflegebedürftigen Patienten in eine optimale Körperhaltung bringt. Diese unterscheidet sich je nach Zustand und Erkrankung des Patienten. Bettlägerige Patienten sollten nicht auf ihren Knochen liegen, damit sich kein Druckgeschwür (Dekubitus) bildet. Gefährdete Körperpartien wie Kopf, Ellbogen, Fersen, Rücken und Gesäß polstert der Betreuer zusätzlich ab. Weiterhin ist auf eine Körperhaltung zu achten, die die Gelenke nicht versteift oder Schmerzen verstärkt. Verletzte bringen die Ersthelfer in die stabile Seitenlage, Personen mit lebensgefährlichem Kreislaufschock in die Schocklage. Bei vielen Erkrankungen der inneren Organe hat sich eine Oberkörperhochlagerung bewährt. Bei Patienten mit Knochenbrüchen und Wirbelsäulenerkrankungen stellen Gipsverbände, Schienen und Haltevorrichtungen die betroffenen Körperstellen ruhig.



Lagerungsschiene

Vorrichtung, über die der Arzt die Lage von Extremitäten und Gelenken optimiert und gegebenenfalls auch dauerhaft korrigiert.



Lagerungsschwindel, benigner paroxysmaler

Auftreten von Brechreiz und rhythmischen Pendelbewegungen der Augen (Nystagmus), wenn der Patient seine Körperhaltung verändert. Lagerungsschwindel entsteht, wenn lose Teilchen im Gleichgewichtsorgan verrutschen. Nach wenigen Sekunden klingen die Beschwerden wieder ab. Provoziert der Betroffene den Lagerungsschwindel bewusst, indem er die Bewegung mehrfach wiederholt, stellen sich die Symptome schließlich völlig ein. Entsprechend kann er sich den Lagerungsschwindel abtrainieren, indem er die verantwortliche Körperhaltung immer wieder schwungvoll einnimmt.



Lageschwindel, zentraler

Schwindelanfälle und rhythmische Pendelbewegungen der Augen (Nystagmus), die bei einer bestimmten Kopfhaltung des Betroffenen eintreten. Ein zentraler Lageschwindel entsteht, wenn Schlaganfälle, Tumoren oder Entzündungen den Gleichgewichtsnerv schädigen.



Lähmungsbehandlung

Physiotherapeutisches Verfahren, das die Muskulatur gelähmter Körperareale schult. Der Therapeut löst bei dem Patienten unter anderem Reflexe aus. Dadurch lernt das Nervensystem intakte Funktionen zu kombinieren. Spezielle Formen der Lähmungsbehandlung sind die Vojta-Methode und das Bobath-Konzept.



Laienpflege

Versorgung Kranker durch Personen ohne medizinische oder pflegerische Ausbildung. Die Laienpflege hat den Vorteil, dass der Patient sich zu Hause von Angehörigen betreuen lassen kann.



Lakenbad

Sanfte Massage mit einem warmen Leinentuch. Der Therapeut reibt die Haut des Betroffenen zunächst mit einem Tuch warm, übergießt sie daraufhin mit kaltem Wasser und reibt sie abschließend wieder mit einem frischen Tuch warm. Das Lakenbad, erfrischt und regt den Kreislauf an.



Lakritz

Eingedickter Wurzelauszug von Süßholz. Lutschen Menschen mit Bronchitis oder Husten Lakritze, löst sich der Schleim und der schmerzhafte Hustenreiz lässt nach. Nach langfristigem übermäßigen Lakritzgenuss kann der Körper nicht mehr genügend Wasser über den Urin ausscheiden. Dadurch steigt der Blutdruck und Wasser lagert sich in den Geweben ein (Ödeme). Dieses Phänomen heißt Pseudo-Bartter-Syndrom.



Laktationsamenorrhoe (Laktationssterilität)

Ausbleiben der Regelblutung bei stillenden Frauen. Eine Laktationsamenorrhoe entsteht, wenn das beim Stillen freigesetzte Hormon Oxytozin den Eisprung unterdrückt. Ungefähr sechs Wochen nach dem Abstillen setzt die Regel wieder ein. Stillen ist dennoch keine sichere Verhütungsmethode.



Laktationswehen

Zusammenziehen der Gebärmutter, wenn die Hebamme das Neugeborene an die Brust der Mutter legt und dieses zu saugen beginnt. Die Laktationswehen treiben die Nachgeburt aus und sorgen dafür dass sich die Gebärmutter zurückbildet.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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