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Medizin von A bis Z: N

Nachträufeln

Nachfließen einzelner Urintropfen nach dem Wasserlassen. Betroffen sind Patienten, bei denen Blasensteine oder Harnblasenkrebs die Harnröhre verengen oder die zur Blasenmuskulatur ziehenden Nervenstränge geschädigt sind. Nachträufeln ist auch eine Begleiterscheinung der gutartigen Prostatavergrößerung.



Nacken (Nuchia)

Rückseite des Halses und des angrenzenden Kopfbereiches.



Nackensteifigkeit

Eingeschränkte Beweglichkeit des Kopfes. Zwar kann der Betroffene den Kopf noch gerade halten oder nach hinten beugen. Nach vorne neigen kann er ihn jedoch nur gegen heftige Widerstände und Schmerzen. Das Gehirn des Betroffenen ist dabei entweder entzündet oder seine Hirnhäute sind gereizt, z.B. durch Einblutungen.



Nabel (Bauchnabel)

Narbe, die von der Nabelschnur zurückbleibt. Die Hebamme durchtrennt nach der Geburt die Nabelschnur des Neugeborenen, in der folgenden Woche trocknet der verbleibende Nabelstumpf aus und fällt ab. Dabei bildet sich eine kreisrunde Vertiefung, aus deren Mitte der Nabelansatz als kleine Erhebung hervorsteht. Vor allem beim Säugling kommt der Nabelpflege eine besondere Bedeutung zu.



Nabelschnurblutung

Austritt von Blut aus dem 3-4 cm langen Nabelstumpf, den die Hebamme beim Durchtrennen der Nabelschnur stehen lässt. Beim gesunden Kind trocknet der Nabelstumpf aus und fällt nach 7 bis 10 Tagen ab. Es kommt jedoch vor, dass der Nabelstumpf zu bluten beginnt, wenn die Blutgerinnung beeinträchtigt, der Blutdruck erhöht, der Nabelstumpf infiziert oder die Nabelschnur falsch durchtrennt ist. Um die Blutung zu stillen und die Ursache abzuklären, sollte das Neugeborene unverzüglich in ärztlich behandelt werden.



Nabelbinde

Elastisches, luftdurchlässiges Baumwollgewebe, das die Hebamme bei Neugeborenen um den Nabelstumpf wickelt. So verhindert sie, dass sich dieser z.B. beim Baden infiziert. Nach 7 bis 10 Tagen ist der Nabelstumpf ausgetrocknet und fällt ab. Zurück bleibt der Bauchnabel.



Nabelschnurbruch (Omphalozele)

Angeborene Fehlbildung, bei der Teile von Dickdarm, Dünndarm und Leber in die Nabelschnur hineinrutschen. Um zu verhindern, dass die Nabelschnur platzt, sich die Bauchhöhle entzündet oder eine Gelbsucht entsteht, operiert der Arzt das Neugeborene möglichst bald. Dazu versetzt er die Organe wieder in den Bauchraum zurück und verschließt die Nabelöffnung. Gegebenenfalls wird dazu die Geburt vorverlegt oder das Kind per Kaiserschnitt geholt.



Nabelschnurkomplikationen

Durch eine ungünstige Lage der Nabelschnur entstehende Probleme für die Gebärende bzw. das Kind. Nabelschnurkomplikationen drohen vor allem, wenn die Nabelschnur zu lang ist, die Gebärmutter zu stark mit Fruchtwasser gefüllt ist oder das Kind eine ungünstige Lage in der Gebärmutter einnimmt. Auch bei Mehrlingsschwangerschaften steigt das Risiko für Nabelschnurkomplikationen. Nabelschnurkomplikationen entstehen entweder bei der Geburt oder schon früh in der Schwangerschaft, wenn sich das Kind noch relativ frei in der Gebärmutter bewegt. In jeder vierten Schwangerschaft wickelt sich die Nabelschnur um den Körper des Kindes. Eine solche Nabelschnurumschlingung wirkt sich meistens nicht auf die Gesundheit des Ungeborenen aus, kann aber in ungünstigen Fällen die Durchblutung behindern. Schlüpft das Kind durch eine Nabelschnurschlinge, entsteht ein Nabelschnurknoten, der sich bei der Geburt zuziehen und die Blutzufuhr unterbrechen kann. Die Nabelschnur verknotet sich jedoch nur bei jeder hundertsten Geburt. Beim Nabelschnurvorfall rutschen unmittelbar nach dem Blasensprung mehrere Nabelschnurschlingen in den Geburtskanal. Folgt im Laufe der Geburt das Kind nach, droht es die Nabelschnur abzudrücken und so seine eigene Sauerstoffversorgung zu unterbrechen. Eine Vorstufe des Nabelschnurvorfalls ist das Nabelschnurvorliegen. Dabei gerät noch vor dem Blasensprung eine Nabelschlinge in den Geburtskanal.

Alle Nabelschnurkomplikationen, bei denen die Blutgefäße der Nabelschnur abgeschnürt werden, werden zusammenfassend als Nabelschnurkompressionen bezeichnet. Dadurch erhält der kindliche Organismus zu wenig Blut und damit auch lebensnotwendigen Sauerstoff. Um bleibende Schäden zu verhindern, beschleunigt der Arzt den Geburtsvorgang. In schweren Fällen nimmt er einen Kaiserschnitt vor.



Nabelschnurpunktion

Entnahme einer Blutprobe aus der Nabelschnur im Rahmen der Pränataldiagnostik. Dabei sticht der Arzt durch Bauchdecke und Gebärmutter der Mutter in die Nabelvene des Kindes. Zur Kontrolle verfolgt er über Ultraschall den Weg der Nadel durch den Körper. Der gewonnenen Blutprobe entnimmt der Arzt, ob sich Blutgruppen und Rhesusfaktor von Mutter und Kind vertragen oder ob das Kind mit Röteln oder Toxoplasmose infiziert ist. Eine Nabelschnurpunktion kann eine Frühgeburt oder Fehlgeburt auslösen.



Nagelablösung (Onycholysis)

Abfallen der Nagelplatte vom Nagelbett. Finger- und Fußnägel lösen sich ab, wenn sie entzündet sind, oder wenn der Betroffene an Diabetes, Erkrankungen der Schilddrüse oder Eisenmangel leidet. Eine partielle Nagelablösung kommt häufiger vor als eine vollständige Nagelablösung. Der Nagel kann sich auch ablösen, wenn sich z.B. nach einer Verletzung Blut unter der Nagelplatte sammelt oder wenn er Nagel wie beim Gitarrenspiegeln starker mechanischer Belastung ausgesetzt ist.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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