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Medizin von A bis Z: O

Oat-Cell-Karzinom

Bösartiger Tumor der Bronchialschleimhaut. Das Oat-Cell-Karzinom ist ein kleinzelliger Lungenkrebs, dessen Zellen unter dem Mikroskop wie Haferkörner aussehen – daher auch der Name (Oat = englisch für Hafer). Kleinzellige Tumoren machen ein Viertel der Lungenkrebsfälle aus und haben eine schlechte Prognose, weil sie rasch Metastasen streuen.



o.B.

Ohne krankhaften Befund. Der Arzt notiert dieses Kürzel, wenn er bei einem Patienten keine Anzeichen für eine Erkrankung feststellt.



Obduktion (Leichenöffnung, Autopsie, Sektion)

Untersuchung einer Leiche. Dabei öffnet der Pathologe Brust-, Bauch- und Kopfhöhle des Verstorbenen, um die Todesursache zu klären. Die klinische Obduktion verhilft nachträglich zu einer Diagnose, die zu Lebzeiten des Verstorbenen nicht möglich war. Diesem Eingriff müssen die Angehörigen zustimmen. Eine gerichtliche Obduktion wird angeordnet, sobald der Verstorbene an einer Seuchenkrankheit, der Verdacht auf eine unnatürliche Todesursache besteht oder die Todesursache unklar ist. Die Entscheidung darüber trifft der vor Ort anwesende Arzt, der den Leichenschauschein ausstellt.



Oberarmbruch

Knochenverletzung am Oberarm. Der Oberarmknochen bricht vor allem bei älteren Menschen, die auf den ausgestreckten Arm stürzen. Häufig bricht dabei das obere Ende des Oberarmknochens (Oberarmkopf). Auch der Mittelteil (Humerusschaftbruch) und der untere Teil des Oberarmknochens sind gefährdet. Bricht der Oberarm dort, wo er auf die Speiche trifft, spricht der Arzt von einer Oberarmkopfbruch. Ebenfalls kann es passieren, dass sich der mittlere Abschnitt des Knochens beim Sturz zusammenschiebt und dabei an mehreren Stellen bricht. Ein Oberarmbruch schmerzt intensiv, wenn der Betroffene die Schulter bewegt. Muskeln und Sehnen schwellen an und auf der Haut erscheint häufig ein großer Bluterguss. Der Arzt stellt den gebrochenen Knochen mit einem Gips oder einem Verband ruhig. Reißen Nerven oder Blutgefäße oder durchspießt ein Knochenbruchstück Haut oder Muskeln, muss er operieren. Während des Eingriffs fügt der Chirurg dann die gebrochenen Knochenenden mit Marknägeln oder Platten zusammen.



Oberflächensensibilität

Fühlen von Gegenständen und das Spüren von Berührungen (Tastsinn). Sinneszellen der Haut erfassen mechanische Reize wie Druck und Vibration und leiten sie als elektrochemische Signale an Rückenmark und Gehirn weiter, wo sie verarbeitet, gespeichert und bei Bedarf abgerufen werden.



Oberkieferbruch

Form des Kieferbruchs, bei dem nur der Oberkiefer gebrochen ist. Ein Bruch ist sowohl innerhalb als auch außerhalb der Zahnreihe möglich. Dabei verläuft die Bruchrille meist quer oder schräg zum Kiefer. Nach einem Kieferbruch sind Ober- und Unterkiefer nicht mehr deckungsgleich und bei Bewegungen reiben die Knochenbruchstücke hörbar aneinander. Zugleich schmerzt der Kiefer und ist von Blutergüssen angeschwollen. Kieferbrüche ereignen sich bei Schlägereien sowie Sport- und Verkehrsunfällen, wenn der Patient einen Schlag auf die untere oder mittlere Gesichtshälfte erhält. Enthält der Kiefer Tumoren, Knochenmarksentzündungen oder flüssigkeitsgefüllten Hohlräume (Kieferzysten), bricht er auch ohne äußere Gewalteinwirkung. Der Arzt bringt die Kieferknochen wieder in die richtige Position und fixiert sie mit Drähte und Schienen oder mit Schrauben und Platten.



Oberkörperhochlagerung

Körperposition mit aufgerichtetem Oberkörper. Die verschiedenen Varianten der Oberkörperhochlagerung helfen bei verschiedenen Erkrankungen. Eine halbsitzende Lagerung erleichtert die Atmung und entlastet den Kreislauf – sie eignet sich daher bei Asthma bronchiale oder einem Herzinfarkt. Nach einer Schilddrüsenoperation oder bei einem Lungenödem eignet sich die sitzende Lagerung. Ziehen der Betroffene gleichzeitig die Beine an, entlastet er die Bauchdecke und unterstützt so z.B. die Heilung von Bauchverletzungen oder -erkrankungen. Eine relativ flache Lagerung, bei der sich der Oberkörper im 30°-Winkel zum Unterkörper befindet, verbessert die Hirndurchblutung bei erhöhtem Hirndruck.



Oberst-Anästhesie

Örtliche Betäubung an Fingern oder Zehen. Hierzu spritzt der Arzt ein Lokalanästhetikum in die unmittelbare Umgebung eines Nervs und schaltet ihn dadurch vorübergehend aus.



Obliteration (Verödung)

Gefäß- oder Organverschluss durch verklebte Wände von Gefäßen oder anderen Hohlorganen. Bei einer krankheitsbedingten Obliteration spricht der Arzt von einer erworbenen Obliteration. Sie kommt z.B. bei Entzündungen vor, wenn sich Blutergerinnsel an den Gefäß- und Organwänden ablagern und diese dadurch aneinanderkleben. Manche Menschen kommen bereits mit verklebten Organen zur Welt. Ein Beispiel für eine solche angeborene Obliteration ist die Ösophagusatresie, ein angeborener Verschluss der Speiseröhre. Bei einer operativen Obliteration verschließt der Arzt ein Gefäß absichtlich, z.B. bei der Verödung von Krampfadern durch eingespritztes Aethoxysklerol.



Obstgeruch

Geruch, den Personen mit Ketoazidose ausströmen. Der Geruch stammt von den Ketonkörpern, die beim Abbau bestimmter Fettsäuren anfallen, die der Körper bei Zuckermangel vermehrt aus seinen Speichern freisetzt.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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