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Medizin von A bis Z: O

Obstkur

Diät, die Gewicht reduzieren sowie Verdauung und Stoffwechsel anregen soll. Normalerweise wird ein bis zwei Mal pro Woche ein Obsttag als Ausgleichs- oder Entlastungstag eingelegt, an dem die Nahrung ausschließlich aus 800 g Obst besteht. Bei der Obstsaftkur wird diese Obstration zu einem Saft gepresst und auf vier Mahlzeiten verteilt getrunken. Zwischen den Malzeiten decken Früchtetee und Mineralwasser den Flüssigkeitsbedarf des Körpers. Beim Obstfasten besteht die Ernährung über ein bis zwei Wochen aus vier Früchtemahlzeiten pro Tag. Die Früchte dürfen auch mit Getreide zu Birchermüsli kombiniert werden. Wie jede einseitige Ernährung, führt auch die ausschließliche Aufnahme von Obst längerfristig zu Mangelerscheinungen. So fehlen dem Körper irgendwann wichtige Mineralstoffe, wie Eisen, und fettlösliche Vitamine. Ein Obsttag pro Woche ist jedoch bei sonst normaler Mischkost ungefährlich.



Obstruktion

Teilweiser oder vollständiger Verschluss des Lumens eines Organs oder eines Abschnitts von einem Gefäß oder Gang von innen (Obturation), oder von außen (Kompression).



Obturator

Kunststoff- oder Metallverschluss für Körperöffnungen. Im engeren Sinne verstehen Ärzte unter einem Obturator eine individuell angefertigte Prothese für Patienten, denen im Mund-Nasen-Rachenraum wichtige Gewebestrukturen fehlen – etwa weil sie mit einer Gesichtspalte zur Welt kamen oder weil ihnen der Arzt einen Tumor entfernt hat. Bei ihnen trennt ein Obturator die Mundhöhle von der Rachenhöhle, so dass die Patienten wieder ohne Beschwerden essen, atmen und sprechen können.



Obturatorhernie (Beckenhernie, Hernia obturatoria)

Sehr seltene Form des Eingeweidebruchs, bei der Eingeweide und Organteile durch das Hüftbeinloch (Foramen obturatorium) austreten, das normalerweise durch Bindegewebe verschlossen ist. Bei einer Obturatorhernie kann der Bruchinhalt die Gefäße und Nerven (Nervus obturatorius) schädigen, die normalerweise durch das Hüftbeinloch ziehen. Dadurch kommt es zunächst nur zu Gefühlsstörungen an der Oberschenkelinnenseite, später ist ein Darmverschluss möglich.



Obturatoriuslähmung

Ausfall des Nervus obturatorius, der die Innenmuskulatur der Oberschenkel versorgt. Diese Muskelgruppe zieht normalerweise das Bein zur Mitte hin. Fällt der Nerv aus, fällt es den Betroffenen schwer, zu gehen, zu sitzen und die Beine übereinander zu schlagen. Eine Obturatoriuslähmung entsteht, wenn der Nerv durch äußeren oder inneren Druck abgeklemmt wird, z.B. bei Beckenbrüchen oder einer Obturatorhernie. Auch bei Krebskranken und Schwangeren kann der Druck im Becken so stark ansteigen, dass der Nervus obturatorius nicht mehr funktioniert.



Odontium

Sammelbegriff für das gesamte zum Zahn gehörige Gewebe. Hierzu zählen der Zahnschmelz (die harte Außenhülle des Zahns), das Zahnbein (der mengenmäßig größte Teil des Zahns), der Zahnnerv und der Zahnhalteapparat (Parodontium).



Odontoplast (Dentinoplast)

Zelle im Inneren des Zahns, die Zahnbein (Dentin) bildet. Die Ausläufer der Odontoblasten ragen in das Zahnmark hinein, wo die Zahnnerven verlaufen. Zusammen mit diesen leiten sie Schmerzinformationen weiter.



odontogen (dentogen)

Die Zähne betreffend, von den Zähnen ausgehend.



Odontoklast

Zelle, die Zahnbein (Dentin) abbaut. Wenn bei Kindern im Zahnwechsel die Zähne wackeln, dann haben Odontoklasten die Wurzeln der Milchzähne zersetzt.



Odontom

Gutartige Wucherung der Zahnbein bildenden Zellen (Odontoblast). Meist produzieren die Zellen kein Zahnbein mehr, sobald sie entarten und sich ungebremst vermehren. Der Arzt spricht dann von harten Odontomen. Odontome, die dennoch weiter Zahnbein absondern, heißen weiche Odontome. Ein zusammengesetztes Odontom sieht aus wie eine Ansammlung winziger Zähne. Weil Odontome keine Schmerzen verursachen, entdeckt sie meistens erst der Zahnarzt auf dem Röntgenbild. Weil Odontome sehr groß werden und dann andere Zähne verdrängen, rät der Zahnarzt oft dazu, das Odontom zu entfernen.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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