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Medizin von A bis Z: S

Säbelscheidentrachea

Verengung der Luftröhre (Trachea) durch äußeren Druck, zum Beispiel infolge einer Schilddrüsenvergrößerung.



Saccus

Sackartiger Abschnitt am Ende eines Hohlorgans. Beispiele hierfür sind der Bindehautsack (Saccus conjunctiviae) und der Tränensack (Saccus lacrimalis).



Safran (Crocus sativus)

Wertvolles Gewürz, das aus den Blütennaben einer bestimmten Krokusart gewonnen wird und dank seiner ätherischen Öle und Bitterstoffe auch als Arzneipflanze von Interesse ist. Wie alle Bitterstoffpflanzen regt Safran die Produktion von Verdauungssäften an und wird daher in traditionellen Rezepturen bei Verdauungsproblemen, Übelkeit und Völlegefühl angewendet. Nach heutigem Stand der Wissenschaft ist diese Wirkung jedoch nicht bewiesen. Schwangere sollten keine Produkte mit Safran einnehmen, weil dieser in hohen Dosen die Wehentätigkeit auslösen kann.



Säftelehre (Humoralpathologie, Viersäftelehre)

Im Mittelalter verbreitete Auffassung, der Säftehaushalt des Körpers sei Ursache von Gesundheit und Krankheiten. Unter den Körpersäften verstand man in diesem Fall Blut, Schleim, schwarze und weiße Galle. Jedem Körpersaft wurden charakteristische Qualitäten wie heiß oder kalt bzw. trocken oder nass zugeschrieben. Außerdem wurden die vier Körpersäfte auch mit den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde verknüpft und vier grundlegenden Charakteren (Temperamenten) zugeordnet. Krankheiten entstehen der Säftelehre zufolge durch ein Ungleichgewicht der Säfte. Die Balance zwischen den Säften soll durch ausleitende und ableitende Heilverfahren wieder hergestellt werden. Ausleitende Therapien wie Aderlässe, Klistiere, Abführmittel und Brechmittel sollten die Ausscheidung bestimmter Körpersäfte und Schlacken steigern. Ableitende Verfahren wie die Kneippkur hingegen sollen Entzündungsstoffe, Blut, Schlacken und Energie an die Hautoberfläche abtransportieren bzw. im Körper umverteilen.

Obwohl die Säftelehre wissenschaftlich schon seit Paracelsus (16. Jahrhundert) als überkommen galt, nimmt sie wissenschaftsgeschichtlich eine wichtige Stellung ein. Sie war zum einen der erste nachhaltige Versuch, die Unterschiede zwischen den einzelnen Menschen systematisch zu erfassen, anstatt sie als gottgegeben hinzunehmen. Zum anderen bremste sie auch den medizinischen Fortschritt, da es lange dauerte, dieses logisch in sich geschlossene System zu überwinden.

Auch heute berufen sich naturheilkundliche Verfahren noch auf Teile der Säftelehre. Viele ausleitende Therapien wie der Aderlass, das blutige Schröpfen und die Baunscheidt-Therapie werden immer noch eingesetzt, wenn auch mit anderen Zielsetzungen.



Sägepalme (Sabal serrulata)

Kriechender Strauch, dessen Frucht reich an fettem Öl, Zuckerverbindungen, Gerbstoffen und Phytosterole ist. Phytosterolen wirken als Gegenspieler des männlichen Sexualhormons, sind entzündungshemmend und verhindern die Bildung von Ödemen. Sie sind auch in den Kernen des Kürbis enthalten. Aufgrund dieser Wirkungen hat sich die Gabe von Sägepalmpräparaten bei gutartiger Prostatavergrößerung und den damit einhergehenden Beschwerden beim Harnlassen bewährt.



Sägezahnmuskel

Einer von drei paarig angeordneten Muskeln im Rumpfbereich, die der Atmung dienen. Außerdem ist er für Bewegungen im Schulterblatt verantwortlich. Er verläuft von der Brust entlang der Rippen schräg nach oben zum Rücken und bildet dort ein charakteristisches Muster, das an Sägezähne erinnert.



sagittal

(lat. sagitta = Pfeil)

  • In Pfeilrichtung.
  • Den Körper von vorne nach hinten oder von hinten nach vorne durchlaufend.


sakral

Zum Kreuzbein gehörend, in der Nähe des Kreuzbeins gelegen.



Sakralanästhesie

Einspritzen von Schmerzmitteln in den Wirbelkanal (Periduralanästhesie) auf Höhe des Kreuzbeins zur Ausschaltung von Schmerzen im Anal- und Genitalbereich (Reithosenanästhesie) – beispielsweise während der Geburt.



Salbengesicht

Fettig glänzendes Gesicht infolge einer erhöhten Talgproduktion der Haut. Ein Salbengesicht tritt als charakteristisches Krankheitszeichen bei Patienten mit Akne und bei Parkinson-Krankheit auf.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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