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Medizin von A bis Z: S

Synechie

Verkleben der Regenbogenhaut (Iris) mit anderen Strukturen des Auges. Bei der hinteren Synechie verbinden sich Regenbogenhaut und Linse, bei der vorderen Synechie Regenbogenhaut und Hornhaut.



Synkope

Vorübergehende, kurze Bewusstlosigkeit durch eine Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff und/oder Glukose. Je nach Ursache unterscheidet man unterschiedliche Formen: Die vasovagale Synkope entsteht durch Schreck, Angst und Hysterie und entspricht wohl am ehesten der landläufigen Vorstellung von Bewusstlosigkeit. Der Betroffene fällt in Ohnmacht, weil sein autonomes Nervensystem durch plötzlichen Blutdruckabfall die Gehirndurchblutung unterbricht. Eine orthostatische Synkope erleiden Menschen mit niedrigem Blutdruck, wenn nach längerem Stehen das Blut in den Beinen versackt. Erste Anzeichen sind Übelkeit, Schwäche, Frieren, Sehstörungen und Schwindel. Auch Urinieren (Miktionssynkope), Lachen (Lachsynkope), Husten (Hustensynkope) oder das Betätigen der Bauchpresse können Synkopen auslösen. In diesen Fällen reagiert jener Teil des Nervensystems übertrieben stark, der die Verdauungs- und Ausscheidungstätigkeit aktiviert und Herz- und Atmungsaktivität herabsetzt (Parasympathikus).

Während die oben geschilderten Synkopen abgesehen von der Verletzungsgefahr relativ ungefährlich sind, weisen die kardiale, die zerebrovakuläre und die neurologische Synkope auf schwere Erkrankungen hin. So werden kardiale Synkopen durch Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt und Herzfehler ausgelöst. Zerebrovaskuläre Synkopen nennen sich auch transitorische ischämische Attacken (TIA) und gelten als Vorboten eines Schlaganfalls. Auch Unterzuckerung und andere Stoffwechselentgleisungen können eine Synkope auslösen.

Verliert ein Mensch aus welchen Gründen auch immer das Bewusstsein, sollte er so gelagert werden, dass das Blut wieder in sein Gehirn zurückströmt. Am besten liegt der Bewusstlose mit hochgelagerten Beinen auf dem Boden. Erwacht er nicht rasch von selbst, so muss ein Notarzt gerufen werden. Eine Synkope sollte auf jeden Fall mit dem Arzt besprochen werden, da bereits kurze Ohnmachtsanfälle Anzeichen einer schweren Erkrankung sein können.



Synostose (Knochenfuge, Junctura ossea)

Entwicklungsbedingte Verknöcherung von faserigem Bindegewebe an der Nahtstelle zweier Knochen. Eine Synostose entsteht meist mit fortschreitendem Alter aus einer Syndesmose oder Synchondrose.



Synthese

Biochemie: Bildung eines chemischen Stoffes aus zwei oder mehreren Ausgangsstoffen.



Syringobulbie

Bildung eines Hohlraums im verlängerten Rückenmark, oftmals in Verbindung mit einer Hohlraumbildung im Rückenmark (Syringomyelie). Zumeist geht die Syringobulbie auf einen gestörten Abfluss der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor) zurück. Sie kann auch durch einen unvollständigen Verschluss des Rückenmarks während der Embryonalentwicklung entstehen. In selteneren Fällen wird sie von einer Meningitis, von Subarachnoidalblutungen, Verletzungen oder einen Rückenmarkstumor ausgelöst. Der Betroffene hat Probleme beim Kauen und Schlucken und leidet an Sensibilitätsstörungen und Augenzittern. Bei fortschreitender Schädigung des Rückenmarks öffnet der Arzt den Hohlraum und leitet die Flüssigkeit über einen Katheter in den Subarachnoidalraum ab.



Syringomyelie

Bildung eines Hohlraums im Rückenmark. Eine Syringomyelie tritt zumeist an Hals- oder Brustmark auf und betrifft vor allem Männer. Die Krankheit entwickelt sich schleichend vom 20. bis 40. Lebensjahr. In der Anfangsphase bemerkt der Betroffene nur vage Rückenschmerzen, erst später kommen Sensibilitätsstörungen und Lähmungen hinzu. Die Lähmungen in den Armen gehen auf eine zu schwache, die in den Beinen dagegen auf eine zu starke Muskelspannung zurück. Bei fortschreitender Schädigung des Rückenmarks öffnet der Arzt den Hohlraum und leitet die Flüssigkeit über einen Katheter in den Subarachnoidalraum ab.



Systematrophie

Rückbildung bestimmter Organstrukturen, zumeist ist eine Erkrankung bestimmter Nervenbahnen gemeint.



systemisch

Den gesamten Organismus betreffend, auf den ganzen Körper übergreifend.



Systolikum

Herzgeräusch während der Auswurfsphase des Herzens (Systole). Es entsteht, wenn die Herzkammern Blut in die Schlagadern pumpen.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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