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Medizin von A bis Z: T

Tarsaltunnelsyndrom

Quetschung des Schienbeinnervs (Nervus tibialis) bei einem Knöchelbruch. Infolge der Nervenstörung kommt es zu Schmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Ein Chirurg kann das Halteband spalten und so die Beschwerden lindern.



Tarsorrhaphie

Chirurgische Naht zwischen Ober- und Unterlid, die das Auge ganz oder teilweise verschließt. Der Arzt verhindert mit einer Tarsorrhaphie, dass die Augen austrocknen, wenn der Patient die Lider nicht selbst schließen kann.



Tarsus

  • Aus den sieben Fußwurzelknochen bestehender hintere Abschnitt des Fußes, der über das obere Sprunggelenk mit dem Unterschenkel verbunden ist.
  • Aus straffem Bindegewebe und Knorpel bestehendes Grundgerüst der Augenlider.


Taschenmesserphänomen

Passive Bewegung, die zu Beginn gegen Widerstand erfolgt, sich dann jedoch plötzlich leicht fortsetzen lässt. Dieses Phänomen tritt häufig bei Spastik auf.



Taubblindheit

Gleichzeitiges Fehlen von Seh- und Hörsinn. Die Betroffenen können sich über ein Tastalphabet (Lormen) verständigen. Dabei werden die einzelnen Buchstaben über Berührungen der Finger oder der Handinnenfläche vermittelt.



Taubheitsgefühl

Herabgesetzte Empfindlichkeit der Haut am ganzen Körper, an einem Arm oder Bein oder entlang bestimmter Nervenbahnen. Das Taubheitsgefühl entsteht, wenn Nerven gequetscht, schlecht durchblutet oder durch Stoffwechselstörungen oder Medikamente beeinträchtigt sind.



Taubstummheit (Surdomutitas)

Fehlendes Sprechvermögen als Folge von Gehörlosigkeit. Der Begriff gilt heute als herabsetzend, weil die Betroffenen keineswegs stumm sind, sondern sich nur nicht über Lautsprache mitteilen können.



Taucherkrankheit (Caissonkrankheit, Dekompressionskranheit, Druckfallkrankeit)

Krankheit, die durch zu schnelle Verminderung des umgebenden Drucks (Dekompression) in Wasser und Luft auftreten, z.B. beim Auftauchen aus tiefem Wasser oder beim raschen Aufsteigen eines Flugzeugs ohne Druckkabine. Gefährdet sind Taucher, die aus großen Tiefen aufsteigen, ohne Dekompressionspausen einzuhalten, Arbeiter, die eine Überdruckkammer zu rasch verlassen, und bei Flugpersonal, das ohne Druckausgleichsgerät schnell in große Höhen aufsteigt.

Durch den Druckabfall setzt der Körper Stickstoff in Blut und Gewebe frei. Die dabei entstehenden Gasbläschen verstopfen kleine Gefäße in Lunge, Herz, Innenohr oder dem zentralen Nervensystem (Gasembolien) und schädigen so die betroffenen Organe. Als erstes zeigen sich Juckreiz (Taucherflöhe) sowie Gelenk- und Muskelschmerzen. Zudem kann ein plötzlicher Druckwechsel das Trommelfell schädigen, sodass es einreißt oder blutet. Gelegentlich treten Herzschmerzen, Schwindel, Bewusstseinstrübungen und Lähmungen bis hin zur Querschnittslähmung auf. Atemnot und schwere Brustschmerzen deuten daraufhin, dass beim Betroffenen Lungengewebe gerissen ist. Als Spätfolge der Taucherkrankheit können Knochen und Knorpel an Oberschenkel und Oberarm absterben. Als erste Maßnahme am Unfallort bringt der Notarzt den Verunglückten in eine Überdruckkammer, wo sich die Sauerstoffkonzentration in Blut und Gewebe wieder normalisiert. Der Druck in der Kammer wird schließlich schrittweise gesenkt, bis er dem Umgebungsdruck entspricht.



Tautopathie

Naturheilkundliches Verfahren zur Beseitigung von Nebenwirkungen. Der Patient erhält dafür die homöopathische Zubereitung eben jenes Medikaments, das die Nebenwirkungen auch ausgelöst hat.



Taxane

Bei Brustkrebs und Eierstockkrebs zugelassene Alkaloide, die ursprünglich aus der Eibe (Taxus brevifolia) gewonnen wurden. Taxane unterbinden die Zellteilung in Tumoren, indem sie die Bildung der Zellteilungsspindel verhindern, durch welche die Chromosomen auf die beiden Tochterzellen verteilt werden.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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