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Medizin von A bis Z: V

Vorwärtsversagen

Unfähigkeit des Herzens, genügend Blut in die Gefäße zu pumpen. Von einem Vorwärtsversagen sind Patienten mit einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) betroffen.



Vulvadystrophie

Rückbildung von Haut und Fettgewebe im Bereich der Vulva. Die betroffene Hautpartie verfärbt sich weiß und der Scheideneingang verengt sich. Zusätzlich leiden die Betroffenen unter Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Juckreiz. Da die Erkrankung überwiegend nach der Menopause auftritt, wird als Ursache ein Mangel an Östrogen vermutet. Die Therapie erfolgt mit Salben aus Testosteron, Östrogenen oder Kortison. Weiterhin verschaffen juckreizlindernde Salben Besserung. Bei schweren Formen der Vulvadystrophie ist zusätzlich eine Lasertherapie möglich. Um zu verhindern, dass die unbehandelte Vulvadystrophie sich zu einer Krebserkrankung weiterentwickelt, sollte sich die Patientin frühzeitig in ärztliche Behandlung begeben. Eine Form der Vulvadystrophie ist das Lichen sclerosus et atrophicus.



Vulvakarzinom

Bösartiger Tumor der Vulva. Das Vulvakarzinom betrifft vorwiegend Frauen im 6. bis 7. Lebensjahrzehnt. Entscheidend für seine Entstehung sind vermutlich das humane Papillom-Virus und das Herpes-Virus-2. Der Tumor geht von der äußerten Zellschicht aus. Dort zeigen sich rötliche Flecken oder kleine warzenähnliche Hauterhebungen, die sich in späteren Stadien zu blumenkohlähnlichen, flüssigkeitsabsondernden Erhebungen auswachsen. Gelegentlich greift der Tumor auf die gegenüberliegende Seite der Vulva über. Die Betroffenen leiden unter starkem Juckreiz, Wundsein und Schmerzen beim Wasserlassen. Schon bei den ersten Anzeichen, sollten sich die Betroffenen unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben, da sich der Tumor schnell über das Lymphgewebe auf die Lymphknoten ausbreiten kann. Solange das Vulvakarzinom kleiner als einen Zentimeter ist, schneidet es der Chirurg aus dem umliegenden Gewebe heraus. Haben sich bereits Metastasen im umliegenden Lymphgewebe gebildet entfernt er diese ebenfalls. Bei Bedarf schließt sich an die Operation ein Afterloading-Verfahren an. Dabei wird ein Röhrchen mit radioaktivem Material in das betroffene Gewebe eingeführt, um restliches Tumorgewebe abzutöten. Ist die Patientin zu schwach, erfolgt der Eingriff auf elektrochirurgischem Weg. Das betroffene Lymphgewebe wird in diesem Fall einer Strahlentherapie unterzogen. Ist ein chirurgischer Eingriff grundsätzlich nicht möglich, wird die Strahlentherapie auch zur Bekämpfung des Vulvakarzinoms selbst eingesetzt. Dadurch verkleinert sich der Tumor und die Beschwerden gehen zurück eine vollständige Heilung ist nicht zu erreichen.



Vulvatumoren

Sämtliche die Vulva befallenden gutartigen und bösartigen Geschwulste und deren Vorstufen.

  • Gutartige Vulvatumoren sind selten. Es handelt sich um Wucherungen an Gefäße und Bindegewebe, die weder Metastasen bilden noch in Blutgefäße einwachsen. Im weitesten Sinne gehören auch die sexuell übertragbaren Feigwarzen in diese Kategorie.
  • Bösartige Vulvatumoren sind häufiger. Sie gehen entweder vom Bindegewebe aus wie das Sarkom oder von der Haut wie das Vulvakarzinom. Zusätzlich kann die Vulva auch von Hautkrebs befallen werden.
  • Vorstufen von Vulvatumoren an der Vulva wachsen sich in 50 % der Fälle zu ernsthaften Krebserkrankungen aus und sollten daher so früh wie möglich entfernt werden. Zu ihnen zählt die Vulvadystrophie, ein Gewebeschwund an Haut und Fettgewebe der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane, von dem häufig ältere Frauen betroffen sind. Auch das frühe Stadium des Vulvakarzinoms, bei dem der Tumor noch nicht bis ins Bindegewebe vorgedrungen ist, gehört zu den Krebsvorstufen.


Vulvektomie

Operative Entfernung der Vulva. Dabei wird zwischen der einfachen und radikalen Vulvektomie unterschieden. Bei der einfachen Vulvektomie entnimmt der Chirurg den Kitzler und die inneren Schamlippen. Ein solcher Eingriff ist erforderlich, wenn entsprechende Körperteile von der Vorstufe eines Vulvakarzinoms betroffen sind. Hat sich das Geschwulst bereits zu einem Vulvakarzinom ausgewachsen, ist eine radikale Vulvektomie erforderlich. Hier entfernt der Chirurg zusätzlich die äußeren Schamlippen und die Lymphknotenstationen an Leiste, Oberschenkel und Becken. Anschließend können die entnommenen Körperstrukturen durch Transplantate aus körpereigenen Hautmuskelstücken ersetzt werden.



Vulvitis

Entzündung der Vulva. Eine Vulvitis wird durch Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten und Trichomonaden ausgelöst. Deren Ansiedlung im Genitalbereich wird durch verschiedene Ausgangsbedingungen begünstigt. Dazu gehören kleinere Verletzungen und Hautreizungen, die bei der Anwendung von Seifen und Deos oder ungewöhnlichen Sexualpraktiken entstehen. Auch zu enge Wäsche und mangelnde Hygiene tragen zum Parasitenbefall bei. Besonders betroffen sind Patientinnen mit Diabetes mellitus, Allergien und Östrogenmangel. Zu den Risikopatientinnen gehören Schwangere und Frauen, die Hormonpräparate zur Verhütung oder gegen Wechseljahresbeschwerden einnehmen. Außerdem können Entzündungen der Scheide oder der Gebärmutter auf die Vulva übergreifen. In manchen Fällen ist die Vulvitis auch Vorbote einer Syphilis. Bei allen Formen der Vulvitis rötet sich der betroffene Hautbereich und schwillt an. Gleichzeitig leiden die Betroffenen unter starkem Juckreiz, brennenden Schmerzen sowie Beschwerden beim Wasserlassen und beim Geschlechtsverkehr. Liegt ein Befall mit Herpes genitalis zugrunde, bilden sich zusätzlich kleine Bläschen. Sind hingegen humane Papillom-Viren Urherber der Entzündung, treten gleichzeitig Feigwarzen auf. Ein weißer Belag ist Zeichen einer Pilzerkrankung. Je nach Krankheitserreger verschreibt der Arzt Antibiotika, Virustatika, Parasiten- oder Pilzmittel. Um den Juckreiz zu stillen, empfehlen sich juckreizlindernde Cremes, Kamillensitzbäder und kalte Kompressen.



Vulvovaginitis

Gleichzeitige Entzündung von Vulva und Scheide.



Vv. (Venae)

Kurzform für Vene (in der Mehrzahl), mehrere Venen.



venerisches Geschwür

Bei Geschlechtskrankheiten auftretendes Geschwür. Es erscheint als erstes Anzeichen einer Syphiliserkrankung ein hartes schmerzloses Geschwür an den Geschlechtsorganen, der harte Schanker. Auch eine durch das Bakterium Haemophilus ducreyj ausgelöste tropische Geschlechtskrankheit ist an einem Geschwür zu erkennen. Es befällt ebenfalls die Geschlechtsorgane, ist rundlich-oval, hat ausgefranste Ränder und nennt sich weicher Schanker.



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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 15.03.2013 um 12:22

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