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Abführen mit Verstand
Präparate nur kurzfristig einnehmen
Abführmittel helfen einem trägen Darm auf die Sprünge. Viele Präparate sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Diese sollten Betroffene jedoch nur im akuten Fall und für kurze Zeit schlucken. Darauf macht aktuell die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) aufmerksam.
Erst Darmentleerung – dann Verstopfung
Viele Präparate gegen Verstopfung enthalten die Wirkstoffe Bisacodyl oder Natriumpicosulfat. Diese Medikamente reizen die Darmwand und bewirken so eine verstärkte Darmtätigkeit. In der Folge gelangt der Speisebrei schneller durch den Darm und die Ausscheidung erfolgt rascher. Langfristig eingenommen beeinträchtigen diese Abführmittel allerdings den Wasserhaushalt: Der Darm scheidet zu viel Kalium aus, was zu erneuter Darmträgheit führen kann. Um das zu verhindern, sollten Abführmittel nur für kurze Zeit eingenommen werden. Experten der ABDA empfehlen eine maximale Einnahme von zwei Wochen. Dann sollten die Präparate erst wieder zwei bis drei Tage später und nach erfolgter Darmentleerung zum Einsatz kommen.
Rat beim Arzt oder Apotheker suchen
Langfristig ist es ratsam, die synthetischen Präparate durch natürliche Abführmittel wie Flohsamenschalen oder Leinsamen zu ersetzen. Diese Stoffe binden Wasser im Darm. Dadurch quillt der Stuhl und wird geschmeidig. Das entleert nicht nur den Darm effektiv, sondern beugt zudem erneuten Verstopfungen vor. Auch reichlich Wasser trinken hilft, die Darmträgheit anzuregen. Als weitere Alternativen eignen sich nach Angaben der ABDA die Wirkstoffe Lactulose oder Macrogol. Um das richtige Abführmittel zu finden, sollten sich Betroffene vorher vom Arzt oder Apotheker beraten lassen. Zudem sollten sie stets einen Arzt aufsuchen, wenn sich Verstopfungs-Symptome wie ein harter Unterbauch oder Schmerzen beim Stuhlgang nicht bessern und sich der Darm nur selten entleert.



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