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Abnehmen in der Mittagspause
So naschen Sie weniger am Arbeitsplatz
Jeder kennt das: Abgabefristen oder Termine am Arbeitsplatz drängen – die Mittagspause entfällt. Stattdessen wird der Teller Nudeln oder die Brotzeit vor dem Bildschirm verschlungen. Doch wer nur nebenbei isst, der nascht nachmittags auch mehr Süßes. Darauf machen jetzt Forscher aus Bristol aufmerksam.
Einmal das Mittagsmenü mit Spielkarten, bitte
Die Englischen Forscher luden zum Mittagessen ein. Alle Versuchspersonen bekamen das gleiche Menü. Die eine Hälfte konzentrierte sich auf ihr Essen, die andere Hälfte spielte währenddessen Solitaire – ein Kartenspiel am Computer.
Unmittelbar nach dem Essen die Überraschung: Viele Kartenspieler hatten noch Hunger und an die Zutaten ihres Mittagsmenüs erinnerten sie sich auch nicht im Detail. Später am Nachmittag verlangten sie dann deutlich mehr Süßes. Die Versuchspersonen, die sich eine ruhige Mittagspause gegönnt hatten, aßen über den gesamten Tag gerechnet weniger.
Länger satt und länger leben
Essen muss immer öfter nebenbei gehen – nicht nur vor dem Bildschirm, auch in der U-Bahn, auf dem Weg zur Arbeit, beim Fernsehen oder beim Zeitunglesen. Doch unser Gehirn zählt mehr als nur die aufgenommenen Kalorien. Auch die psychische Sättigung ist wichtig. Eine entscheidende Rolle spielt dabei, wie bewusst wir essen. Wer am Morgen in der U-Bahn nur schnell ein Nutella-Brot verzehrt, hat schneller wieder Hunger als jemand, der zuhause Äpfel klein schneidet, mit Haferflocken und Joghurt mischt, und mit seiner Familie genießt. Obwohl im Nutella-Brot und im Müsli gleich viele Kalorien stecken.
Wer das gemeinsame Frühstück oder Abendessen zum Ritual macht, der lebt unter Umständen sogar länger: Franzosen und Spanier sind zwar bewegungsfaul, haben aber deshalb keineswegs eine kürzere Lebenserwartung. Weil sie sich Zeit nehmen, zu essen – wie einige Wissenschaftler vermuten.



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