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ADHS durch Umwelteinflüsse
Rauchen und Bleibelastung erhöhen das ADHS-Risiko
Rauchen während der Schwangerschaft und ein erhöhter Bleigehalt im Blut während der Kindheit führen bei Kindern zu einem achtfach erhöhten Risiko, an ADHS zu erkranken. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) aufgrund einer aktuellen Studie hin.
Kombination beider Einflüsse besonders schädlich
An der Untersuchung haben von 2001 bis 2004 über 2.500 Kinder im Alter von 8 bis 15 Jahren teilgenommen. Dabei wurde der Bleigehalt ihres Blutes bestimmt. Ihre Mütter wurden nach Tabakkonsum in der Schwangerschaft befragt.
„Beide Schadstoffeinwirkungen – Blei und Tabakrauch – können das ADHS-Risiko der Kinder unabhängig voneinander erhöhen: Eine vorgeburtliche Belastung mit Tabakrauch um den Faktor 2,4 und eine erhöhte Belastung mit Blei in der Kindheit um den Faktor 2,3“, sagt Prof. Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der DGP. Sind die Kinder allerdings beiden Einflüssen ausgesetzt, dann verachtfacht sich ihr Risiko, an ADHS zu erkranken. Das ist mehr, als wenn man die einzelnen Faktoren addieren oder multiplizieren würde.
Ein Grund mehr aufzuhören
Das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) wird durch eine Funktionsstörung im Gehirn ausgelöst. „Die Ursachen dafür sind noch nicht genau bekannt, wobei Rauchen während der Schwangerschaft schon länger im Verdacht steht, die Störung auszulösen“, erklärt Köhler. Dass ein erhöhter Bleigehalt in Luft und Boden dieses Risiko noch verschlimmert sollte für Schwangere ein weiterer triftiger Grund sein, auf das Rauchen zu verzichten.
Die Hauptsymptome von ADHS sind Störung der Aufmerksamkeit, der Aktivität, der Wahrnehmung und der Impulskontrolle. Sie sind oftmals so stark ausgeprägt, dass die betroffenen Kinder große Schwierigkeiten in Familie und Schule haben.




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