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Übergewicht durch Werbung


Umwelt beeinflusst unser Essverhalten


Übergewicht und Adipositas sind nicht allein Folge von Willensschwäche und Faulheit. US-amerikanische Forscher der Cornell University haben herausgefunden, dass äußere Faktoren einen großen Einfluss darauf haben, wie und was wir essen.

Riesenangebot verleitet zum übermäßigen Essen

Jeder kennt es: das unüberschaubare Nahrungsmittelangebot in Supermärkten und Discountern. Die Qual der Wahl führt häufig zum übermäßigen Kauf und Verzehr von kalorienreichen Produkten. Die Riesenauswahl ist die Ursache, dass wir oft zu viel Nahrung kaufen und damit auch mehr konsumieren als unser Körper tatsächlich braucht, sagen die Autoren der Studie.

Portionsgröße bestimmt den Hunger

Auch die Menge des Essens steuert das Essverhalten. Je größer die Portion auf dem Teller, desto mehr wird auch gegessen. Hier bewahrheitet sich das Sprichwort „das Auge isst mit“.  Langzeitstudien haben gezeigt, dass die Portionen in den Restaurants seit den letzten Jahren tendenziell größer geworden sind. Gerade Menschen, die zu Übergewicht neigen, nehmen das Sättigungsgefühl nicht mehr wahr. Sie essen die gesamte Mahlzeit auf, selbst wenn sie den Bedarf übersteigt.

Zum Vergleich: Die Franzosen sind weniger von Übergewicht betroffen als andere Nationen. Denn in ihrer Esskultur sind die Portionen kleiner. Man denke dagegen an die XXL-Mahlzeiten in den USA.

Wie uns die Werbung manipuliert

Unterschätzen Sie auch nicht den Einfluss von Werbespots. Wem läuft nicht das Wasser im Mund zusammen, wenn eine leckere Süßigkeit angepriesen wird? Werbung wirkt unbewusst und beeinflusst Verhaltensweisen, die nichts mit körperlichen Bedürfnissen zu tun haben. Besonders Kinder sind empfänglich für diese Verführung.

Fazit: Esskultur, Warenwirtschaft und Werbung steuern unser Essverhalten. Wenn Sie sich diese Mechanismen bewusst machen, haben Sie gute Chancen sich ihnen zu entziehen. Bewahren Sie sich Ihr natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl, indem Sie langsam und bewusst essen und auf Körpersignale hören.


18.11.2011 | Von: Julia Heiserholt