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Diagnosefinder
Allergie: Therapie auf dem Prüfstand
Immuntherapie hilft nur gegen Heuschnupfen
Die spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung, ist die einzige Therapie, die die Ursachen einer Allergie bekämpft. Doch nachgewiesen ist ihre Wirkung nur bei Heuschnupfen, ausgelöst durch Pollen, und nicht bei Allergien gegen andere Stoffe. Das hat das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) geprüft.
Gemilderte Beschwerden
Patienten, die sich von der Hyposensibilisierung ein allergiefreies Leben erhoffen, könnten vom Bericht des DIMDI ernüchtert sein. Er bescheinigt der Behandlung nur mäßigen Erfolg: Sie könne bei Heuschnupfen – und zwar nur bei Heuschnupfen – „helfen, Symptomatik und Medikamentenverbrauch zu vermindern“, so das Fazit.
Für die Beurteilung werteten die Autoren verschiedene Studien und Berichte aus, vor allem Arbeiten zur Immuntherapie mit Spritzen und der sublingualen Immuntherapie, bei der die Patienten Tabletten unter der Zunge zergehen lassen. Beide Behandlungsformen sollen das Immunsystem an den allergieauslösenden Stoff gewöhnen und die Allergie dadurch abschwächen.
Wirkung gegen Gräserpollen sicher
Die Wirksamkeit beider Verfahren sehen die Autoren des DIMDI-Berichts bei Gräserpollen als belegt an und empfehlen ihren Einsatz. Auch bei anderen Heuschnupfen-Allergenen wie Baumpollen können die Therapieformen helfen. Weil es auf diesem Gebiet zur sublingualen Immuntherapie jedoch nur wenig Daten gibt, empfehlen sie diese nicht uneingeschränkt. Für die Wirksamkeit bei Allergie gegen Hausstaubmilben und anderen Allergieformen gibt es in der geprüften Literatur gar keinen Nachweis. Hier sieht das DIMDI noch Forschungsbedarf. Zu prüfen sei auch, ob die Therapie bei der Vorbeugung von Asthma hilft.



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